| Force of Will | |
|---|---|
| Daten zum Spiel | |
| Autor | Eiji Shishido |
| Grafik | Diverse |
| Verlag | Force of Will Co., Ltd, Eye Spy Productions, Amigo |
| Erscheinungsjahr | seit 2014 |
| Art | Sammelkartenspiel |
| Spieler | 2 und mehr |
| Dauer | variabel, durchschnittlich 30 Minuten |
| Alter | ab 13 Jahre |
Force of Will (kurz: FoW) ist ein seit 2014 bei der Force of Will Co., Ltd, in Saitama, Japan, veröffentlichtes Sammelkartenspiel des japanischen Spieleentwicklers und -verlegers Eiji Shishido. Die Karten sind im Stil eines japanischen Manga gestaltet und es wird von einer Fantasygeschichte begleitet. Aufgrund des großen Erfolgs wurde das Spiel international vertrieben und in mehrere Sprachen übersetzt, im deutschsprachigen Raum wurde das Spiel von 2015 bis 2020 von dem Spieleverlag Amigo produziert und veröffentlicht.
Wie andere Sammelkartenspiele wird auch Force of Will in Serien aufgelegt und in verschiedenen Kartensets vertrieben. Neben den klassischen Starterdecks und Boosterpacks gibt es bei diesem Spiel Themenboxen, die als Vingolf-Boxen bezeichnet werden.
Das Spiel Force of Will wird als reines Kartenspiel gespielt, wobei die Spieler jeweils vor dem Spiel ein Kartendeck zusammenstellen und dann gegeneinander antreten. Ein vollständiges Kartendeck besteht typischerweise aus einem Spieldeck aus 40 bis 60 Spielkarten, einem Zaubersteindeck 10 bis 20 Zaubersteinkarten sowie einer Herrscherkarte. Die Karten werden entweder direkt auf dem Tisch oder auf einer entsprechenden Auslage platziert, auf der neben den Zonen für die verschiedenen Decks und Ablagestapel („Friedhof“) auch ein Bereich für das Spielfeld selbst markiert ist. Der Hauptunterschied zu Magic: The Gathering besteht damit darin, dass die für das Spiel benötigte Energie über ein separates Deck verfügbar gemacht und im Prinzip über den Herrscher jede Runde ein zusätzlicher Zauberstein gerufen werden kann. Damit enthält das Spiel eine Parallele zu dem Online-Sammelkartenspiel Hearthstone: Heroes of Warcraft, in dem ebenfalls grundsätzlich in jeder Runde eine zusätzliche Energiequelle zur Verfügung steht.

Im Spiel gibt es verschiedene Kartentypen, die jeweils unterschiedliche Funktionen und Wirkungen haben. Der Aufbau der Karten ist dabei abhängig vom spezifischen Kartentyp. Im Spiel werden die folgenden Spielkartentypen eingesetzt:
Auf den Karten befinden sich je nach Typ jeweils ein Kartenname, der Kartentyp und ein Kartentext zur Beschreibung der Karte und der Karteneigeschaften. Hinzu kommt eine Angabe zu den Kosten zum Ausspielen bei den Resonatoren sowie den Zusatz- und Zauberkarten sowie jeweils ein Angriffs- und Verteidigungswert bei den Vollstrecker- und Resonatorkarten. Die Kosten für die verschiedenen Karten müssen in „Willen“ bezahlt werden, dabei gibt es fünf spezifische Typen von Willen, die den Attributen Licht, Feuer, Wasser, Wind und Finsternis zugeordnet sind (Attributkosten), hinzu kommen generische Kosten, die beliebig beglichen werden können.
Der prinzipielle Aufbau der Karten kann je nach Typ variieren, entspricht jedoch in der Regel einem Grundaufbau.

Das Spielfeld von Force of Will ist in verschiedene Zonen aufgeteilt. Das Spieldeck und der Friedhof werden dabei auf der rechten oberen Seite des Feldes platziert, das Zaubersteindeck kommt auf die linke obere Seite. Der untere Bereich ist aufgeteilt in die zentrale Herrscherzone, in der der Spieler seinen Herrscher platziert, sowie links davon die Zaubersteinzone zur Ablage der Zaubersteine und rechts davon die Vorbereitungszone, in der Karten für ihren Einsatz vorbereitet werden können. Der zentrale Bereich des Spielfeldes ist die Spielzone, in die alle aktivierten Karten gelegt werden. Hier befinden sich zudem die ausgespielten Resonatoren mit ihren entsprechenden Zusatzkarten sowie, falls aktiviert, auch die Herrscherkarte in ihrer Funktion als Vollstrecker. Alle Kämpfe und sonstigen Aktionen der Hauptphase finden in der Spielzone statt.
Bei dem Spiel handelt es sich um ein rundenbasiertes Kartenspiel, bei denen zwei Spieler mit ihren jeweiligen Decks gegeneinander antreten und es ähnelt in seiner Spielweise anderen Spielen aus dem Bereich der Sammelkartenspiele oder anderer Player-vs-Player-Spiele.
Zur Vorbereitung muss jeder Spieler im Vorfeld des Spiels sein Spieldeck und sein Zaubersteindeck aus den ihm verfügbaren Sammelkarten zusammenstellen und seine Herrscherkarte wählen. Die gemischten Deckstapel werden verdeckt auf die entsprechenden Zonen auf dem Spielfeld platziert, danach bekommt jeder Spieler von seinem Spieldeck fünf Karten, die er als Handkarten aufnimmt. Jeder Spieler darf nun eine beliebige Anzahl der Handkarten auswählen und verdeckt unter sein Deck legen sowie die entsprechende Anzahl Karten nachziehen („einen Mulligan nehmen“). Jeder Spieler startet zudem mit 4.000 Lebenspunkten, die entsprechend notiert werden.
Spielphasen pro Spielzug
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Beginnend mit einem zufällig bestimmten Startspieler führen die beiden Kontrahenten nun abwechseln ihre Spielzüge durch, wobei die einzelnen Züge in mehrere Phase aufgeteilt werden und vor allem die möglichen Aktionen der Hauptphase von den bereits ausliegenden und neu gespielten Handkarten abhängig sind.
Der Spielzug beginnt mit einer Ziehphase, bei der der aktive Spieler (außer dem Startspieler in der ersten Runde) eine Karte von seinem Spieldeck nachzieht und auf die Hand nimmt. Danach erfolgt die Erholungsphase, in der alle erschöpften Karten wieder aufgefrischt und damit aus der waagerechten Position in die senkrechte gebracht werden. Nach der Erholung erfolgt die Hauptphase des Zuges, in der der Spieler Karten von seiner Hand spielen und ausliegende Karten nutzen kann. Dabei gibt es prinzipiell die folgenden Aktionsmöglichkeiten in beliebiger Reihenfolge:
Auf eine Aktion kann der jeweilige Gegner mit einer Gegenaktion reagieren, die ausgeführt wird, bevor die eigentliche Aktion in Kraft tritt („Anketten“). Auf diese Weise kann ein Verteidiger beispielsweise Schaden reduzieren, Aktionen neutralisieren oder andere Effekte bewirken.
Nach der Hauptphase erfolgt die Endphase des Zuges, bei dem der Spieler alle verbliebenen Schäden der Hauptphase entfernt. Danach wirft er alle Karten seiner Hand ab, die das Handkartenlimit von sieben Karten überschreiten, und beendet seinen Zug. Der bisher passive Spieler übernimmt das Spiel und wird nun aktiver Spieler.
Das Spiel kann auf zwei Arten beendet werden. Sobald ein Spieler seine vollständigen 4.000 Lebenspunkte verloren hat, verliert er automatisch das Spiel. Zudem verliert ein Spieler das Spiel, wenn sein Spieldeck erschöpft ist und er in seinem Zug keine Karte mehr nachziehen kann.
Force of Will ist ein Sammelkartenspiel, das sich in seiner Konzeption und seiner Spielweise sehr stark an verschiedene Vorgänger wie Magic: The Gathering oder das Yu-Gi-Oh!-Sammelkartenspiel orientiert. Wie andere Sammelkartenspiele wird es in Serien veröffentlicht, die jeweils in Starter-Packs, Booster-Packs mit jeweils 10 zufälligen Sammelkarten und größeren Sets, die als Vingolf-Boxen bezeichnet werden, vertrieben werden. Dabei sind bisher folgende Serien erschienen (Abkürzung der Serie unten links auf der Sammelkarte):
Neben den Karten veröffentlicht das Unternehmen Force of Will Begleitgeschichten zum Spiel, Mangas sowie 4-komas (Comicstrips aus 4 Bildern), die Inhalte und Figuren des Sammelkartenspiels aufgreifen und somit in einen Zusammenhang setzen.