Francis Pomponi (* 25. April 1939 in Grasse, Frankreich; † 4. September 2021 in Bastia, Korsika) war ein französischer Historiker und Hochschullehrer, der sich vornehmlich mit der Geschichte Korsikas beschäftigte.
Pomponi besuchte das Lycée Masséna in Nizza und studierte an der Universität Aix-Marseille. 1962 absolvierte er die Agrégation in Geschichte. Anschließend war er als Assistent für antike Geschichte in Montpellier tätig. Ab 1967 lehrte er als „Maître-Assistant“ und „Maître de conférence“ (Dozent) Neuere Geschichte an der Universität der Provence Aix-Marseille I. 1982 ging er nach Corte, wo er an der neu eröffneten Universität Korsika das Institut d’Etudes Corses mit errichtete. 1987 wechselte er nach Nizza an die Universität Nizza Sophia-Antipolis, an der er bis zu seiner Emeritierung 2005 als Universitätsprofessor für Neuere Geschichte lehrte.
Pomponis Forschungsschwerpunkt war die Geschichte Korsikas, außerdem beschäftigte er sich im Rahmen vergleichender Geschichte auch intensiv mit Sardinien. Er war Generalsekretär der Association des Chercheurs en Sciences Humaines und bis 2002 Herausgeber der Zeitschrift Etudes Corses (Korsische Studien), die er 1973 zusammen mit Fernand Ettori und Georges Ravis-Giordani gegründet hatte. 2018 erschien dort eine ihm gewidmete Sonderausgabe mit 15 seiner Artikel (Francis Pomponi, Parcours d'un Historien des Iles Copertina flessibile).
Pomponi engagierte sich auch politisch, wobei er sich gegen korsischen Nationalismus aussprach. Im März 2014 und erneut im Mai 2020 wurde er zum Bürgermeister der Gemeinde Verdèse auf Korsika gewählt.
Francis Pomponi starb 2021 im Alter von 82 Jahren in Bastia und wurde auf dem Friedhof von Verdèse beigesetzt. Er hinterließ seine Ehefrau und zwei Söhne.
| Personendaten | |
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| NAME | Pomponi, Francis |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 25. April 1939 |
| GEBURTSORT | Grasse, Frankreich |
| STERBEDATUM | 4. September 2021 |
| STERBEORT | Bastia, Korsika |