
Frank Furedi (* 1947 in Budapest, auch Frank Füredi, geboren als Ferenc Füredi) ist ein Professor für Soziologie an der University of Kent in Großbritannien.
Nach dem Ungarischen Volksaufstand 1956 emigrierte Furedis Familie von Ungarn nach Kanada. Furedi studierte an der McGill University in Montreal, seit 1969 lebt er in Großbritannien. Er promovierte an der School of Oriental and African Studies der University of London mit einer Arbeit über den Mau-Mau-Aufstand in Kenia. Als ehemals studentischer Radikaler war er in den 1970ern Mitgründer der trotzkistischen Revolutionary Communist Party. Ab den 1990er-Jahren vertrat er zunehmend rechtslibertäre Positionen. Er wird häufig in der britischen Presse zitiert.
Furedi arbeitet beim Onlinemagazin Spiked mit. Er ist Gastautor bei der Achse des Guten und dem Debattenmagazin Novo. Er ist Direktor der Brüsseler Dependance des rechtskonservativen Mathias Corvinus Collegiums, das von der ungarischen Regierungspartei Fidesz finanziert wird.
Seine Frau Ann Furedi leitet den British Pregnancy Advisory Service, die größte private Abtreibungsberatung in Großbritannien.
Furedi ist bekannt für seine Arbeiten zur Soziologie der Angst, Therapiekultur, ängstliche Erziehung und den Umgang mit Risiken und Wissen. Dabei nimmt er kritische Positionen zu Anthony Giddens und Ulrich Beck ein. Die globale Erwärmung sieht er als deutlich geringere Gefahr als eine Unfähigkeit der Politik, ernsthaft zu führen.
2001 prägte Furedi den Terminus Eltern-Determinismus (englisch parental determinism) für eine Ideologie, die gesellschaftliche Probleme auf massenhaftes Erziehungsversagen von Eltern zurückführt. Das Konzept nahm in Großbritannien großen Einfluss auf das junge Forschungsgebiet der Kultur der Elternschaft.
| Personendaten | |
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| NAME | Furedi, Frank |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarisch-britischer Soziologe |
| GEBURTSDATUM | 1947 |
| GEBURTSORT | Budapest |