Frank Voigt (* 26. Oktober 1946 in Dresden) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Konzeptkünstler.
Voigt absolvierte bis 1965 eine Lehre als Mechaniker. Nach dem Wehrdienst studierte er von 1969 bis zum Diplom 1974 bei Werner Tübke und Heinz Wagner an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seitdem ist er freischaffend tätig, erst in Dresden und Freital und jetzt in Nossen-Pinnewitz.
Er „… neigt… in seinen Arbeiten mehr der großen, menschlich-exemplarischen Figur zu, dabei – an Georges Rouault erinnernd – Würde und Verletzlichkeit des Menschen aufzeigend.“ „Seiner Überzeugung, dass es keine Zukunft ohne das Wissen um die Vergangenheit geben kann, ist er treu geblieben… Bis heute setzt sich Frank Voigt mit den düsteren Kapiteln der deutschen Geschichte auseinander, mit Militarismus, Heroismus, Manipulation der Massen, Verrat, Rassenkunde und Rassismus, Euthanasie, Krieg und Vernichtung, mit der Ausgrenzung Andersdenkender und Fremder.“ Wichtigstes Ausdrucksmittel Voigts ist neben der Malerei die Collage, häufig als Fotomontage oder typografische Montage in dadaistischer Manier, bei der künstlerische Einflüsse von John Heartfield und Kurt Schwitters erkennbar sind.
1980 unternahm Voigt mit Wolfgang Petrovsky und Jürgen Haufe eine Studienreise in die sowjetischen Mittelasien-Republiken. Mit Andreas Küchler, Michael Freudenberg, Petra Kasten und Lutz Fleischer hatte er 1982 einen Arbeitsaufenthalt in Großkochberg. Weitere Arbeitsaufenthalte hatte er, u. a. mit Küchler, Gottfried Bräunling, Volker Henze, Michael Hengst, Wolfgang Opitz, Egon Pukall und Wolfgang Smy (* 1952) im Zeitraum von 1981 bis 1999 in Plinz.
Voigt und Petrowsky machten ab 1982 über lange Zeit Gemeinschaftsarbeiten. Sie ergänzten sich kongenial in der künstlerischen Arbeit und „wurden in der Öffentlichkeit der 80er Jahre … oftmals nur noch als Zweieinigkeit wahrgenommen.“
Voigt hatte in der Zeit der DDR im In- und Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1977/1978 und 1987/1988 an der VIII. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden, 1985 an der I. Internationalen Kunst-Triennale in Majdanek/Lublin und 1986 in Oberhausen an der Ausstellung Künstlerische Druckgrafik aus der DDR.
1992 erhielt Voigt ein Stipendium der Stiftung Kulturfonds der neuen Bundesländer. Mitte der 1990er Jahre beschäftigte er sich vorübergehend, beeinflusst durch seinen Freund Karl-Heinz Adler, mit konkret-minimalistischen Raster-Bildungen. Er kehrte dann wieder zu Collagen und Montagen und seinem Thema „Der Mensch in Vergangenheit und Gegenwart“ zurück. Dabei benutzt er seit 1995 intensiv den Computer.
Von 1997 bis 2005 übte Voigt eine Lehrtätigkeit an der Berufsfachschule BEST SABEL in Freital aus. Er hatte auch seit der deutschen Wiedervereinigung eine große Zahl von Ausstellungen und erhielt mehrere Auszeichnungen. U. a. war er mehrmals Preisträger der Grafik-Biennale 100 sächsische Grafiken.
Werke Voigts sind im Kunsthandel präsent.
| Personendaten | |
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| NAME | Voigt, Frank |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler, Grafiker und Konzeptkünstler |
| GEBURTSDATUM | 26. Oktober 1946 |
| GEBURTSORT | Dresden |