| Terminal 2 | |
|---|---|
Blick in die Verteilerhalle des Terminals, Ebenen 3 und 4 | |
| Daten | |
| Ort | Flughafen Frankfurt am Main |
| Architekten | JSK |
| Bauherr | Flughafen Aktiengesellschaft Frankfurt/Main |
| Bauzeit | 1989–1994 (Empfangsgebäude), 2000–2012 (Erweiterungen) |
| Baukosten | 2,5 Mrd. DM |
| Koordinaten | 50° 3′ 6″ N, 8° 35′ 11,7″ O |
Terminal 2 ist eines von drei Haupt-Terminals des Passagier-Linienverkehrs am Frankfurter Flughafen.
Das Terminal wurde am 9. Juni 2026 zwecks Umbau und Modernisierung geschlossen. Eine Wiederinbetriebnahme ist zwischen 2034 und 2035 geplant.
Der Standort vom Terminal 2 liegt zwischen der Bundesautobahn 3 und der ehemaligen Empfangsanlage Ost. Letztere stellte den ältesten Teil des Frankfurter Flughafens dar und war im Kern aus dem Jahr 1936. Seit Inbetriebnahme von Terminal Mitte im Jahr 1972 wurde die Empfangsanlage nicht mehr für die gewerbliche Luftfahrt benutzt.
Aufgrund steigender Fluggastzahlen beschloss der Flughafenbetreiter FAG ein neues Terminal Ost zu errichten. Das Terminal sollte im Rahmen des Ausbauprogramm 2000 entstehen. Am 18. August 1989 wurde die Genehmigung zum Ausheben einer Baugrube erteilt. Die Konzeption des Gebäudes wurde von JSK erstellt, die 1990 ein Wettbewerbsverfahren gewannen.
Am 12. Juni 1990 wurde der Grundstein für das noch als Terminal Ost bezeichnete Gebäude gelegt. Im Mai 1991 wurde die ehemalige Empfangsanlage Ost abgerissen, die sich auf der Terminal Ramp des neuen Terminals befand.
Am 24. Oktober 1994 wurde das Terminal mit den beiden Fluggastbereichen D und E eröffnet und steigerte die Passagierkapazität des Flughafens damit um 15 Millionen Passagiere pro Jahr auf ca. 54 Millionen Personen pro Jahr. Die Baukosten betrugen 2,5 Mrd. DM (inflationsbereinigt heute 2.231.000.000 EUR). Gleichzeitig wurde die Hochbahn SkyLine, ein vollautomatisches Personen-Transport-System, in Betrieb genommen, um eine schnelle Verbindung zwischen den beiden Terminals zu gewährleisten.

Terminal 1 und Terminal 2 wurde Anfang der 2000er durch den Bau des so genannten C/D-Riegels verknüpft, der sowohl als Teil des Flugsteigs D von Terminal 2 als auch als Teil des Flugsteigs C von Terminal 1 genutzt wird. Dazu wurde der ursprünglich nur sehr kurze Flugsteig C nach Osten zum neuen C/D-Riegel hin zunächst provisorisch erweitert. In mehreren Phasen wurde Flugsteig C bis in die späten 2010er Jahre weiter angebaut und verfügt jetzt über einen parallel zum ursprünglich Flugsteig verlaufenden Zugangskorridor zum C/D-Riegel. Dabei wurde der alte Luftfrachthof von 1965 überbaut. Dabei wurde auch der noch nicht lange in Betrieb befindliche C/D-Riegel selbst komplett saniert und mit weiteren Abfertigungspositionen für den Airbus A380 erweitert. Auch die rückwärtige Abflughalle C wurde komplett renoviert. Durch die Maßnahmen im Abschnitt C konnten jährlich 4 Mio. zusätzliche Fluggäste abgefertigt werden.
Am 2. März 2011 wurde Terminal 2 Schauplatz eines Mordanschlags. Ein islamistischer Attentäter erschoss an der Bushaltestelle vor dem Terminalgebäude zwei Angehörige der United States Air Force. Der Attentäter flüchtete anschließend in das Terminal, wurde aber dann von der Bundespolizei festgenommen.

Das Terminal 2 ist ein im Gegensatz zum Terminal 1 heller und transparenter Bau, der zu großen Teilen aus Stahl und Glas besteht.
Das Terminal ist in eine mittige Verteilerhalle, zwei symmetrisch östlich und westlich angeschlossene Nebenhallen, und an den äußeren östlichen und westlichen Enden angeschlossene Erweiterungen der Flugsteigen. Weiter westlich, Richtung Terminal 1, befindet sich dann der so genannte C/D-Riegel, der betrieblich auch von Terminal 1 verwendet wird.
Die Verteilerebene ist vier Stockwerke hoch. Auf Ebene 2 und 3 befindet sich südlich luftseitig die Infrastruktur für Boarding und auf Ebene 2 auch Ankunft. Auf Ebene 4 befindet sich nördlich die Station Terminal 2 D/E der beiden SkyLine-Linien sowie südlich ein Food Court. Dazwischen befindet sich ein Atrium, das sich von Ebene 3 bis Ebene 4 erstreckt. Über dem Atrium schließt die Halle mit einem Tonnendach ab.

Die Nebenhallen bestehen aus einem südlich, landseitigen Bereich für die Check-in-Schalter, der sich zwei Stockwerke über Ebene 2, 3 und 4 erstreckt. Der nördliche, luftseitige Bereich enthält Flugsteige D im Westen und E im Osten.
Im Terminal 2 mit den Fluggastbereichen D und E waren die meisten Fluggesellschaften der Allianzen Oneworld (u. a. American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Iberia, Japan Airlines, Royal Jordanian) und SkyTeam (u. a. Air France, China Southern Airlines, Delta Air Lines, ITA Airways, KLM Royal Dutch Airlines, Vietnam Airlines) sowie weitere Gesellschaften wie Emirates, Etihad Airways und SkyUp Airlines vertreten. Mit Inbetriebnahme des Terminal 3 am 23. April 2026 zogen die Fluggesellschaften schrittweise dorthin um.
| Fluggesellschaft | Abflughalle | Wechsel ins Terminal 3 |
|---|---|---|
| Aer Lingus | E | 19. Mai 2026 |
| Air Algérie | E | 05. Mai 2026 |
| Air Anka | D/E | n/a |
| Air Astana | D | 05. Mai 2026 |
| Air Cairo | D | 05. Mai 2026 |
| Air Europa | D | 09. Juni 2026 |
| Air France | D | 09. Juni 2026 |
| Air Montenegro | D | n/a |
| Air Serbia | E | 05. Mai 2026 |
| American Airlines | E | 19. Mai 2026 |
| British Airways | E | 19. Mai 2026 |
| Bulgaria Air | E | 09. Juni 2026 |
| Centrum Air | D/E | n/a |
| Corendon Airlines | D/E | n/a |
| Delta Air Lines | D | 19. Mai 2026 |
| EasyJet | D | 09. Juni 2026 |
| Finnair | D | 09. Juni 2026 |
| FlyErbil | E | 05. Mai 2026 |
| Freebird Airlines | D | 19. Mai 2026 |
| HiSky | E | n/a |
| HiSky Europe | E | 19. Mai 2026 |
| Iberia | E | 09. Juni 2026 |
| Icelandair | D | 09. Juni 2026 |
| Japan Airlines | D | 19. Mai 2026 |
| KLM Royal Dutch Airlines | D | 09. Juni 2026 |
| Leav Aviation | E | n/a |
| Middle East Airlines | D | 05. Mai 2026 |
| MIAT Mongolian Airlines | D | 19. Mai 2026 |
| Nesma Airlines | E | 05. Mai 2026 |
| Nile Air | D/E | n/a |
| Nouvelair | E | 05. Mai 2026 |
| Pegasus Airlines | E | 19. Mai 2026 |
| Qanot Sharq | D/E | n/a |
| Royal Air Maroc | D | 05. Mai 2026 |
| Royal Jordanian | E | 05. Mai 2026 |
| SAS Scandinavian Airlines | D | 09. Juni 2026 |
| Sky Express | E | 09. Juni 2026 |
| SkyUp Airlines | E | 05. Mai 2026 |
| SriLankan Airlines | D | 19. Mai 2026 |
| Star East Airlines | D/E | n/a |
| TAROM | E | 09. Juni 2026 |
| TUIfly | E | 19. Mai 2026 |
| Tunisair | E | 05. Mai 2026 |
| Turkmenistan Airlines | D | 05. Mai 2026 |
| Uzbekistan Airways | D | 05. Mai 2026 |
| Vietnam Airlines | D | 19. Mai 2026 |
Im Gegensatz zum Terminal 1 war der Abflugs- und Ankunftsbereich am Terminal 2 nicht strikt auf zwei Ebenen getrennt. Die Bereiche mit den Check-In-Schaltern befanden sich in den östlichen und westlichen Nebenhallen auf Ebene 2. Ebenfalls in Ebene 2 befanden sich Sicherheitskontrolle und Abflugbereich für Flüge im Schengen-Raum sowie die Ankunftshallen mit Gepäckausgabe. Auf Ebene 3 befanden sich die Passkontrolle und der Abflugbereich für Nicht-Schengen-Flüge, wobei die Sicherheitskontrolle hier erst kurz vor dem Gate erfolgte. Mittels zweier Brücken über die Check-In-Hallen konnten Passagiere aus dem Nicht-Schengen-Bereich die SkyLine erreichen, was ein Umstieg in den Nicht-Schengen-Bereich des Terminal 1 ohne zwischenzeitliche Einreise ermöglichte.
Terminal 2 liegt am Ende der Kapitän-Lehmann-Straße. Die Straße wurde ursprünglich zur Anbindung des ursprünglichen Empfangsgebäudes angelegt und 1937 nach dem in Lakehurst verunglückten Luftschiff-Kapitän Ernst A. Lehmann benannt. Die Straße ist über die Ausfahrt Terminal 2 an die Bundesstraße 43 angeschlossen.
An die Kapitän-Lehmann-Straße schließt sich eine unbenannte Einbahnstraße, die auf eine Hochstraße weitergeführt und so das erste Obergeschoss (Ebene 2) des Terminals erreicht, welches für den Abflugs- und Ankunftsbereich benutzt wird. Kurzzeitparken ist dort kostenlos möglich, alternativ ist auch das Parkhaus des Terminals erreichbar. Die Straße führt dann wieder als Einbahnstraße zurück zur Kapitän-Lehmann-Straße.
Terminal 2 verfügt über eine Bushaltestelle direkt vor dem Eingang zu den Schalterhallen. An dieser Haltestelle halten neben dem Shuttle-Bus zu Terminal 1 einige wenige städtische Buslinien. Etwa 250 m vom Gebäude entfernt befindet sich außerdem die Bushaltestelle Hugo-Eckener-Ring, die von weiteren städtischen und regionalen Buslinien bedient wird.
| Terminal 2 | Hugo-Eckener-Ring |
|---|---|
| 61 Terminal 1 ↔ Südbahnhof | |
| 62 Terminal 1 ↔ Schwanheim | |
| n72 Dietzenbach-Mitte (Nur Nachtverkehr) | |
| Terminal-Shuttle | — |
| — | AIR Terminal 1 ↔ Darmstadt |
| — | X17 Hofheim Bahnhof ↔ |
| — | X19 Terminal 1 ↔ Obertshausen Bahnhof |
| — | X77 CargoCity Süd ↔ Südbahnhof |
| — | OF-64 Terminal 1 ↔ Sprendlingen |