
Frans I Francken, auch Frans Francken der Ältere, (* 1542 in Herentals; † 2. Oktober 1616 in Antwerpen) war ein flämischer Maler.
Frans Francken war der Sohn von Nicolaes Francken. 1565 war er Lehrling bei Frans Floris und wurde 1567 Meister und Bürger von Antwerpen. Er heiratete um 1574 und wurde in den Jahren 1585/86 Ouderman und 1588/89 Dekan der Lukasgilde. Zunächst mietete er ein Haus in der Hoogstraat, später erwarb er ein weiteres Haus in der Augustinerstraße, das ihm 1596 gehörte. Nach seinem Nachlassinventar hatte er eine bedeutende Sammlung von Bildern. Zu seinen Schülern gehörten Gortzius Geldorp und Herman van der Mast. Seine vier Söhne, Thomas, Frans, Ambrosius und Hieronymus, wurden ebenfalls Maler.
Es gab Verwirrung in älteren Handbüchern, da viele Bilder, die mit „Den ouden Frans Francken“ oder ähnlichem bezeichnet sind, fälschlicherweise ihm zugeschrieben wurden. Eine Analyse zeigte, dass einige dieser Werke tatsächlich von seinem Sohn Frans stammen. Daher ist es wichtig, sich auf gesicherte Arbeiten zu beziehen, um seinen Stil zu verstehen. Er malte Altäre, die sich nicht mehr erhalten haben, darunter einen für die Kirche auf dem Kastell 1587. Sein am besten erhaltenes Werk ist der Altar von 1586 in der Frauenkirche, der Christus unter den Schriftgelehrten zeigt. Zunehmend entfernte sich sein Stil von dem seines Lehrers. In der 1597 datierten Kreuztragung verwendete er dunklere Farben, was auf den Einfluss von Otto van Veen hinweist. 1603 wurde eine Kreuzigung in der Andreaskirche als sein Werk gesichert, möglicherweise mit Beiträgen seines Sohnes. Die Kreuzigung Christi in der Frauenkirche ist ein weiteres spätes Werk, dessen Zuschreibung allerdings unsicher ist, ebenso wie andere Werke in St. Bavo und St. Sauveur in Gent.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Francken, Frans I |
| ALTERNATIVNAMEN | Frans Francken der Ältere |
| KURZBESCHREIBUNG | flämischer Maler |
| GEBURTSDATUM | 1542 |
| GEBURTSORT | Herentals |
| STERBEDATUM | 2. Oktober 1616 |
| STERBEORT | Antwerpen |