| Franui | |
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| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Innervillgraten, Österreich |
| Gründung | 1993 |
| Website | www.franui.at |
| Aktuelle Besetzung | |
| Johannes Eder | |
| Andreas Fuetsch | |
| Romed Hopfgartner | |
| Markus Kraler | |
| Angelika Rainer | |
| Bettina Rainer | |
| Markus Rainer | |
| Andreas Schett | |
| Martin Senfter | |
| Nikolai Tunkowitsch | |
Franui (auch Musicbanda Franui) ist ein zehnköpfiges österreichisches Musikensemble aus dem Osttiroler Dorf Innervillgraten, besetzt mit Holz- und Blechbläsern, Saiten- und Streichinstrumenten. Das Repertoire der Gruppe umfasst neben Eigenkompositionen unter anderem Bearbeitungen von Tänzen, Trauermärschen und Liedern von Franz Schubert, Robert Schumann, Gustav Mahler und Johannes Brahms.
Das Ensemble wurde 1993 von Andreas Schett gegründet, der seitdem auch musikalischer Leiter und gemeinsam mit Markus Kraler für die Kompositionen verantwortlich ist. Die Besetzung ist seit der Gründung fast unverändert. Der Name Franui bezeichnet eine Almwiese in Innervillgraten, wo der Großteil der Musiker aufgewachsen ist. Das Wort stammt aus dem Rätoromanischen und soll auf die Nähe zum ladinischen Sprachraum hinweisen. In den ersten Jahren trat die Gruppe als Haus- und Hofkapelle im Rahmen der von Schett gegründeten Villgrater Kulturwiese auf und spielte zunächst unter anderem Trauermärsche. Mitte der 1990er-Jahre traten sie bei verschiedenen Festivals auf. Ab 2005 traten sie wiederholt auch in verschiedenen Musiktheaterproduktionen auf, unter anderem im Rahmen der Ruhrtriennale und der Bregenzer Festspiele, am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen.
Zum 20-jährigen Bestehen des Ensembles gab die Gruppe ein Konzert auf der 2300 Meter hoch gelegenen Almwiese Franui, zu dem nach einer etwa 3-stündigen Wanderung an die 1500 Besucher kamen. Das Konzertprogramm „Tanz Boden Stücke“ (gemeinsam mit Wolfgang Mitterer) hatte 2014 bei der Stiftung Mozarteum in Salzburg Premiere und erschien im Februar 2016 unter dem Titel „Tanz! (Franz)“ auf CD. Bei der Mozartwoche 2017 folgte die Uraufführung von „ENNUI. Geht das immer so weiter?“ (mit Peter Simonischek und einem Bühnenbild von Martin Gostner), einer musiktheatralischen Annäherung an den Musik-Kosmos Wolfgang A. Mozarts. Im selben Jahr entstand der neue Liederabend „ALLES WIEDER GUT“, eine Zusammenarbeit mit dem Bassbariton Florian Boesch und dem schwedischen Künstler Jonas Dahlberg.
In den Jahren 2017 und 2018 entstanden in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan zwei Georg-Kreisler-Liederabende, „Wien ohne Wiener“ am Volkstheater Wien und „Ausschliesslich Inländer“ am Schauspielhaus Zürich.
Im Wiener Konzerthaus steht Franui seit 2015 jährlich im Mittelpunkt des Festivals „Gemischter Satz“, in der Konzertsaison 2018/19 wurde der Musicbanda dort ein eigener Zyklus als Portraitkünstler gewidmet. Im März 2025 erfolgte die Uraufführung von Lied vom Rand der Welt, einer Überschreibung der Operette Der Zigeunerbaron, mit der Musik von Franui und einem Libretto von Roland Schimmelpfennig im MuseumsQuartier.
