Franz Ermer

Franz Ermer (* 13. Oktober 1886 in Kipfenberg; † 24. April 1976 in Regensburg) war ein deutscher Kunstlehrer, Maler, Grafiker und Zeichner.

Leben

Ermer studierte an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München. Danach kam er 1920 als Kunsterzieher nach Regensburg und wurde 1935 Studienprofessor am Alten Gymnasium am Ägidienplatz, der Vorläuferschule des 1962 entstandenen Albertus-Magnus-Gymnasiums.

Ermer war Mitbegründer des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg. Zu seinen Verdiensten zählt die Wiederbelebung der dortigen Steinätzkunst und Zinnätzarbeiten. Unter anderem schuf er den „Heimatdankteller“, der zeitweilig als besondere Ehrengabe bei den Nordgautagen verliehen wurde. Seine Werke wurden mehrfach ausgestellt, einige davon befinden sich in der städtischen Sammlung Regensburgs.

Im Sommer 1933 schuf Ermer die Urkunde für Adolf Hitler als Ehrenbürger in Form einer geätzten Steinplatte. Diese wurde von August bis November 1933 im Regensburger Rathaus zur Schau gestellt und ihre Besichtigung von den Regensburger Zeitungen beworben. Im Jahre 1934 trat Ermer dem Nationalsozialistischen Lehrerbund (wo er Kreissachbearbeiter wurde) und 1937 der NSDAP bei. Nach Kriegsende wurde er vom Dienst suspendiert und durfte bis zu seiner Entnazifizierung 1948 nicht als Lehrer arbeiten.

Werke

Illustrationen und Beiträge

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ regensburg-digital: 81 Jahre Abwehr: Der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg und sein Umgang mit NS-Belastungen (Recherche auf regensburg-digital.de, vom 21. Oktober 2026)