

Franz Grau (* 6. Dezember 1910 in München; † 28. Februar 1992 ebenda) war ein deutscher Maler und Zeichner. Er gestaltete unter anderem auch Glasfenster, Mosaiken und Fresken.
Grau begann seine künstlerische Ausbildung 1938 an der Akademie für angewandte Kunst in München. Anschließend studierte er an der Akademie der Bildenden Künste und war zunächst in der Meisterklasse von Franz Klemmer, dann bis 1949 Meisterschüler bei Franz Nagel.
1955 gestaltete er das Goldmosaik in der Eingangshalle der Kriegsgräberstätte in El Alamein / Ägypten. Aufträge in Belgien, Frankreich, Italien und Jugoslawien schlossen sich an. Sgraffitos und Mosaiken schuf er für Schulen und Behörden in München, für Kirchen Kreuzwege und ein Fresko.
Als Mitglied der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft war er jährlich in der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst vertreten.

Er schuf Rötelzeichnungen, Bilder in Ölpastell, in der Spätphase Leuchtfarbenbilder, aber ebenso Tafelbilder. In vielen Variationen setzte er sich dabei u. a. mit ‚Venedig‘, Szenen aus dem Neuen Testament und vor allem dem Thema ‚Mensch und Kosmos‘ auseinander. Sein Konzept lautete: „Vorrangig ist der Rhythmus der Farben und Linien innerhalb einer strengen Komposition. Die kristallinische Durchdringung der Form, einschließlich der sie umgebenden Atmosphäre, wird in eine magische Realität gebracht, gleichsam eine Fuge in musikalischem Sinn. Der Eindruck des Gesehenen wird in eine architektonische Ordnung mit einbezogen, wie auch nach vielen vorhergegangenen Wegen eine Mathematik der Malerei erfahren wurde. Schließlich wird aus den ursprünglichen Eindrücken und Gedankengängen eine zusammenfassende Form gefunden“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grau, Franz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Zeichner |
| GEBURTSDATUM | 6. Dezember 1910 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 28. Februar 1992 |
| STERBEORT | München |