Franz Josef Hadatsch

Franz Josef Hadatsch (* 25. März 1798; † 1. Juni 1849 in Landstraße, heute Wien – Pseudonym: Karl Blumauer) war ein österreichischer Beamter und Schriftsteller.

Leben

Franz Josef Hadatsch arbeitete hauptberuflich als Beamter in der k.k. niederösterreichischen Landesregierung in Wien, bei der er als Kanzleischreiber tätig war. Als Schriftsteller verfasste er Erzählungen, Gedichte und den Roman Die Heirath durch die Brochüre. Außerdem schrieb er unter dem Titel Launen des Schicksals die Erinnerungen des Komikers Anton Hasenhut nach dessen Angaben.

Hadatsch hatte ein besonderes Naheverhältnis zum Theater und ähnlichen Belustigungen. In jungen Jahren assistierte er dem Theaterdichter Ferdinand Rosenau bei dessen Vorarbeiten zum Stück Staberl in Marokko für das Leopoldstädter Theater als Schreiber. Er trat als Sekretär bekannter Kunstreiter-Ensembles in Erscheinung, so 1825 für die Truppe von Christoph de Bach und zwanzig Jahre später für dessen Schwiegersohn Alexander Guerra.

Franz Josef Hadatsch war Besitzer des Hauses Rochusgasse 9 im späteren 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße, damals mit der Adresse Landstraße 297. Dort starb er im Alter von 51 Jahren an einem organischen Herzleiden. Er wurde auf dem Sankt Marxer Friedhof bestattet. Das Amt für Kultur und Volksbildung der Stadt Wien ließ 1947 eine Erinnerungstafel an seinem stark in Mitleidenschaft gezogenen Grabmal anbringen. Im Jahr 1954 wurde nach ihm die Hadatschgasse im 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering benannt.

Werke

Als Karl Blumauer:

Einzelnachweise

  1. ↑ Franz Heinrich Böckh: Wiens lebende Schriftsteller, Künstler und Dilettanten im Kunstfache. Dann Bücher-, Kunst und Naturschätze und andere Sehenswürdigkeiten dieser Haupt- und Residenz-Stadt. Ein Handbuch für Einheimische und Fremde. B. Ph. Bauer, Wien 1821, S. 20 (Digitalisat [PDF; abgerufen am 14. März 2020]).
  2. 1 2 Hans Pemmer: Der Zirkus de Bach im Prater. In: Wiener Geschichtsblätter. Jg. 16 (76), Nr. 1, 1961, S. 231 (Digitalisat [abgerufen am 14. März 2020]).
  3. ↑ F. J. Hadatsch: Worte des Dankes an Hrn. Ferd. Rosenau. In: Wiener allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselliges Lebens, 22. Juni 1820, S. 4 (online bei ANNO).
  4. ↑ F. J. Hadatsch: Zur Nachricht. In: Wiener Zeitung, 4. Juli 1845, S. 18 (online bei ANNO).
  5. 1 2 Hans Pemmer: Gassenphysiognomien. Die Rochusgasse und ihre ehemaligen Bewohner. In: Wiener Geschichtsblätter. Jg. 13 (73), Nr. 4, 1958, S. 90 (Digitalisat [abgerufen am 14. März 2020]).
  6. ↑ Verstorbene zu Wien. In: Wiener Zeitung, 8. Juni 1849, S. 11 (online bei ANNO).
  7. ↑ Felix Czeike (Hrsg.): Hadatschgasse. In: Historisches Lexikon Wien. Band 3, Kremayr & Scheriau, Wien 1994, ISBN 3-218-00545-0, S. 15 (Digitalisat).
Personendaten
NAME Hadatsch, Franz Josef
ALTERNATIVNAMEN Blumauer, Karl (Pseudonym)
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Beamter und Schriftsteller
GEBURTSDATUM 25. März 1798
STERBEDATUM 1. Juni 1849
STERBEORT Landstraße