Franz Kalde (* 1962 in Kirchhellen) ist ein deutscher Kirchenrechtler.
Franz Kalde studierte in Münster und in München Katholische Theologie (Dipl.-Theol. Univ., 1986), Kanonisches Recht (Lic. iur. can., 1989), Theoretische Linguistik, Informatik und Germanistische Linguistik (Magister Artium, 1992). 1992 wurde er in München zum Dr. iur. can. promoviert; 1998 folgte in Salzburg die Habilitation für Kirchenrecht und die Ernennung zum Universitätsdozenten. Kalde vertrat im akademischen Jahr 2022/23 an der Ludwig-Maximilians-Universität München den Lehrstuhl für Kirchenrecht, insbesondere Verwaltungsrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte.
In der Rechtsprechung ist Kalde seit 2000 als Richter am Erzbischöflichen Diözesan- und Metropolitangericht Paderborn tätig, seit 2022 zusätzlich als Richter am Erzbischöflichen Diözesan- und Metropolitangericht Bamberg; 2005 wurde er zum Offizialatsrat ernannt. Von 2010 bis 2013 war er Vorsitzender der Associatio Winfried Schulz und von 2013 bis 2019 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kirchenrecht.
Die von Kalde herausgegebenen Bände „Authentische Interpretationen zum Codex Iuris Canonici“ sind ein Standardwerk, das im Lexikon für Theologie und Kirche (3. Aufl.) als Abkürzung „Kalde“ geführt wird (Band 11, S. 715*).
Kalde verknüpft kirchenrechtliche Fragestellungen mit sprach- und kulturwissenschaftlichen Themen. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind u. a. Diplomatik und Andachtsgraphik.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kalde, Franz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kirchenrechtler |
| GEBURTSDATUM | 1962 |
| GEBURTSORT | Kirchhellen |