Franz Quaglio

Franz Quaglio (* 22. April 1844 in München; † 19. Februar 1920 in Wasserburg am Inn) war ein deutscher Maler.

Franz Quaglio: Kosaken bei der Querung eines Flusses, 1887.
Franz Quaglio: Der Halt in der Puszta

Werdegang

Franz Quaglio war Sohn von Simon Quaglio aus Laino und gehörte der ansässigen Künstlerfamilie der Quaglio seit Ende des 18. Jahrhunderts in München. Sein Vater war Theatermaler, von dem er erste künstlerische Unterweisungen erhielt. Ab 1862 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Franz Quaglio war Schüler von Franz Adam und schuf nahezu ausschließlich Genrebilder (ländliche Szenen, Soldatenszenen, Postillone, reitende Tscherkessen, Seiltänzer), anfangs in der feinen, zierlichen Technik seines Onkels Lorenzo Quaglio II, später von Carl Theodor von Piloty und schließlich von den Impressionisten beeinflusst. Quaglio war ein gefragter Künstler, der gemessen an der Anzahl seiner Gemälde sehr produktiv war. Quaglio war unter anderem Lehrer von Elisabeth Vilma Lwoff-Parlaghy, der er Privatunterricht erteilte.

Stammbaumliste

Die Stammbaumliste zeigt die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Künstlerfamilie Quaglio:

  1. Giuseppe Quaglio (1747–1828)
    1. Angelo Quaglio I (1778–1815)
    2. Domenico II Quaglio (1787–1837)
    3. Lorenzo Quaglio II (1793–1869)
    4. Simon Quaglio (1795–1878)
      1. Angelo Quaglio II (1829–1890)
        1. Eugen Quaglio (1857–1942)
      2. Julius Quaglio (1833–1899)
      3. Franz Quaglio (1844–1920)
    5. Weitere Kinder N.N.

Literatur

Commons: Franz Quaglio – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Peter Prange: Quaglio, Giuseppe. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 21. Duncker & Humblot, Berlin 2003, ISBN 3-428-11202-4, S. 30–31 (deutsche-biographie.de).
Personendaten
NAME Quaglio, Franz
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler
GEBURTSDATUM 22. April 1844
GEBURTSORT München
STERBEDATUM 19. Februar 1920
STERBEORT Wasserburg am Inn