Simon Quaglio (* 23. Oktober 1795 in München; † 8. März 1878 ebenda) war ein deutscher Maler und Grafiker. Er war als Bühnenmaler, Bühnenbildner, Landschaftsmaler, und Lithograf tätig. Er entstammte der Künstlerfamilie Quaglio.
Simon Quaglio, Sohn von Giuseppe Quaglio, war Schüler seines Vaters und seines Bruders Michel Angelo und wurde 1814 Hoftheatermaler in München. In den Anfangsjahren arbeitete er eng mit seinem Vater zusammen und übernahm nach dessen Tod (1828) die Oberleitung des Dekorationswesens. Simon Quaglio unterrichtete Wilhelm Meyer als Theater-Dekorationsmaler in München 1832.
Seit 1839 verwandte Quaglio als erster in Deutschland neben gemalten auch gebaute Dekorationen. 1840 reiste er zu Studienzwecken nach Paris und brachte als Verbesserung der Bühnentechnik das dreiwandige geschlossene Bühnenzimmer mit. Quaglio schuf rund 100 Gesamtentwürfe, unter anderem die Bühnenbilder für die Zauberflöte (1818), den Tannhäuser (1855) und den Lohengrin (1858). Daneben wirkte er als Landschafts-, Architekturmaler und Zeichner.
Simon Quaglio starb 1878 im Alter von 82 Jahren in München.

Die Grabstätte von Simon Quaglio befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 9 – Reihe 5 – Platz 40/41, Standort). Das Originalgrab wurde im Krieg zerstört. Die Grabplatte ist eine Ersatzgrab. In dem Grab liegen auch Simon Quaglios Vater Giuseppe Quaglio und sein Sohn Angelo Quaglio II.
Simon Quaglio war der Vater von Angelo Quaglio II und Julius Quaglio sowie der Bruder von Angelo, Domenico und Lorenzo Quaglio. Simons Vater war Giuseppe Quaglio. Seine Brüder waren Angelo I Quaglio, Domenico II Quaglio und Lorenzo II Quaglio.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Quaglio, Simon |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 23. Oktober 1795 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 8. März 1878 |
| STERBEORT | München |