Franz Schwarzbauer

Franz Schwarzbauer (* 8. November 1953 in Engelburgsried, Gemeinde Bergern bei Deggendorf) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Kulturmanager.

Leben

Schwarzbauer wuchs auf dem elterlichen Hof in Engelburgsried im Bayerischen Wald auf. Von 1964 bis 1973 besuchte er das humanistische Gymnasium der Benediktinerabtei Metten. Danach studierte er Germanistik, Philosophie und Geschichte von 1973 bis 1975 in Erlangen und von 1975 bis 1980 in Konstanz. Sein Studium schloss er mit dem Ersten Staatsexamen ab. 1990 wurde er mit einer literaturhistorischen Studie über die Xenien von Goethe und Schiller promoviert, die mit dem Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Stadt Konstanz ausgezeichnet wurde. Parallel hatte sich Schwarzbauer von 1975 bis 1990 im Kommunalen Kino Konstanz engagiert. Von 1990 bis 1993 arbeitete er als Texter in der Agentur Schindler & Parent in Meersburg.

Von 1993 bis 2003 leitete er das Kulturamt der Stadt Meersburg. Von 2003 bis 2019 war in gleicher Funktion in Ravensburg tätig. In seine Amtszeit fallen zwei Ereignisse von überregionaler Bedeutung, die er maßgeblich von Seiten der Stadt begleitete: die Errichtung des Denkmals der Grauen Busse, die an die Opfer der sog. Euthanasie in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Weißenau erinnert, sowie Bau und Eröffnung des Kunstmuseums Ravensburg. Darüber hinaus war er auch für das Programm der Konzert- und Theatersaison im Konzerthaus Ravensburg verantwortlich.

In seinen Schriften beschäftigt sich Schwarzbauer u. a. mit Leben und Werk von Annette von Droste-Hülshoff und Ernst Jünger, die an seinen beruflichen Wirkungsstätten Meersburg und Ravensburg gewirkt hatten.

Seit 2012 widmet sich Franz Schwarzbauer im Vorstand der Goethe-Gesellschaft Ravensburg e. V., die er mitbegründet hat, der Pflege und Vermittlung von klassischer und neuerer Literatur. Seit dem Sommersemester 2019 nimmt er Lehraufträge an der Universität Konstanz in der Fachgruppe Germanistik wahr. Schwerpunkt seiner Hochschultätigkeit ist die Lyrik der Moderne.

Franz Schwarzbauer lebt in Ravensburg.

Schriften

Monographien

Herausgeberschaften

Aufsätze

Einzelnachweise

  1. ↑ [rea]: Stadt Konstanz vergibt Förderpreis, in: Südkurier, Gesamtausgabe, 30. Januar 1992
  2. ↑ [iko]: Nachwuchs zur Nachahmung angeregt, in: Südkurier, Ausgabe Konstanz, 7. Februar 1992
  3. ↑ [dim]: Neuer Kultur-Chef, in: Südkurier, Ausgabe Überlingen, 26. November 1992
  4. ↑ Interview mit Siegmund Kopitzki: Meersburgs Ruf aufpoliert - Bilanz des Droste-Jahrs, in: Südkurier, Gesamtausgabe, 30. Dezember 1986
  5. ↑ [mü]: Große Verdienste erworben, in: Südkurier, Ausgabe Überlingen, 25. September 2003
  6. ↑ Nina Poelchau: Man muss auf den richtigen Moment warten, in: Schwäbische Zeitung, Ausgabe Ravensburg, 6. Mai 2004
  7. ↑ Interview mit Annette Vincenz: [Der Start war holprig], in: Schwäbische Zeitung, Ausgabe Ravensburg, 29. April 2019
  8. ↑ Franz Schwarzbauer: Auf den Weg gebracht. Anmerkungen zum Verfahren, überlegungen zum Thema. Hrsg.: Erinnern und Gedenken. Das Mahnmal Weißenau und die Erinnerungskultur in Ravensburg. Hrsg. mit Andreas Schmauder und Paul-Otto Schmidt-Michel. Konstanz 2007, S. 13–26.
  9. ↑ Annette Vincenz: Ravensburger gründen Goethe-Gesellschaft, in: Schwäbische Zeitung, Ausgabe Ravensburg, 18. September 2012
Personendaten
NAME Schwarzbauer, Franz
KURZBESCHREIBUNG deutscher Literaturwissenschaftler und Kulturmanager
GEBURTSDATUM 8. November 1953
GEBURTSORT Engelburgsried, Gemeinde Bergern