Franz Sales Joseph Philipp Wieland (* 11. März 1872 in Rottweil; † 4. Januar 1957 in Tübingen) war ein deutscher Kirchenhistoriker und Bibliothekar.
Franz Wieland, älterer Bruder von Konstantin Wieland, wuchs in Ravensburg auf, wo sich seine Familie kurz nach seiner Geburt niederließ. Nach dem Abitur in Ravensburg studierte er seit 1890 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Dillingen. Am 21. Juli 1894 wurde er zum Priester geweiht. Nach der Promotion an der Universität München 1897, wo er Philosophie, Theologie und Archäologie studiert hatte, war er seit 1899 Subregens und Dozent für Einführung in die Theologie am Lyzeum und Priesterseminar in Dillingen an der Donau. Wieland verweigerte die Ableistung des Antimodernisteneides und blieb deshalb von einer Tätigkeit in der Seelsorge ausgeschlossen. Er wurde 1913 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek Tübingen. Erst 1922 bekam er eine Planstelle als Bibliothekar. 1937 schied er als Oberbibliothekar aus dem Dienst.
Drei seiner theologischen Schriften wurden per Dekret der Indexkongregation 1911 auf den Index gesetzt: Mensa und Confessio. Studien über den Altar der altchristlichen Liturgie. I. Der Altar der vorkonstantinischen Kirche sowie Die Schrift Mensa und Confessio und P. Emil Dorsch S.J. in Innsbruck. Eine Antwort und Der vorirenäische Opferbegriff.
| Personendaten | |
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| NAME | Wieland, Franz |
| ALTERNATIVNAMEN | Wieland, Franz Sales Joseph Philipp |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kirchenhistoriker und Bibliothekar |
| GEBURTSDATUM | 11. März 1872 |
| GEBURTSORT | Rottweil |
| STERBEDATUM | 4. Januar 1957 |
| STERBEORT | Tübingen |