Franz Zeilinger

Franz Zeilinger CSsR (* 16. September 1934 in Eggenburg; † 15. Februar 2021 ebenda) war ein österreichischer Ordensgeistlicher und römisch-katholischer Theologe.

Leben

Franz Zeilinger trat 1952 der Ordensgemeinschaft der Congregatio Sanctissimi Redemptoris bei. 1953 legte er seine Profess ab. Nach seiner Matura am Gymnasium in Katzelsdorf studierte er von 1955 bis 1961 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Mautern in der Steiermark. Am 17. Juli 1960 empfing er die Priesterweihe. Von 1962 bis 1965 studierte er Bibelwissenschaften am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom und an der École Biblique et Archéologique Française in Jerusalem. 1963 wurde er an der Karl-Franzens-Universität Graz bei Claus Schedl CSsR zum Dr. theol. promoviert. Von 1965 bis 1972 dozierte er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Mautern, parallel war er in dieser Zeit auch Assistent am Institut für Biblische Theologie der Karl-Franzens-Universität Graz. 1972 habilitierte er sich für Neutestamentliche Exegese und Bibeltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz.

1973 wurde er außerordentlicher Universitätsprofessor und Abteilungsleiter für „Neutestamentliche Biblische Theologie“ am Lehrstuhl für Biblische Theologie, die 1978 zum „Institut für Religionswissenschaft“ umbenannt wurde. Seit dem 23. Oktober 1981 war er Nachfolger Franz Zehrers als ordentlicher Universitätsprofessor für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Grazer Katholisch-Theologischen Fakultät und Vorstand des Instituts für Neutestamentliche Bibelwissenschaft. Von 1987 bis 1989 war er Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät in Graz. Von 1991 bis 1993 war er Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz. Von 1999 bis 2001 war er Studiendekan der Katholisch-Theologischen Fakultät in Graz. 2002 wurde er emeritiert.

Zeilinger war von 2006 bis 2016 Mitglied des Leitungsgremiums für die Revision der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift.

Im Oktober 2010 zog Zeilinger von Graz in seine Heimatstadt Eggenburg und wirkte hier als Seelsorger an der Klosterkirche, in den Pfarren Eggenburg und Burgschleinitz sowie im Landespflegeheim mit. Er wurde in Eggenburg bestattet.

Ehrungen und Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Graz: Trauer um Theologen und früheren Uni-Rektor Franz Zeilinger. In: kathpress.at. 16. Februar 2021, abgerufen am 16. Februar 2021.
  2. ↑ Nachruf: Früherer Uni-Rektor Franz Zeilinger verstorben. In: kleinezeitung.at. 16. Februar 2021, abgerufen am 17. Februar 2021.
  3. 1 2 3 4 Informationen zu Franz Zeilinger an der Universität Graz. In: Karl-Franzens-Universität Graz. Abgerufen am 17. Februar 2021.
  4. ↑ Christoph Heil: P. Univ.-Prof. em. Dr. Franz Zeilinger CSsR (1934–2021). In: theol.uni-graz.at. 16. Februar 2021, abgerufen am 17. Februar 2021.
  5. ↑ Parte Franz Zeilinger. In: pfarre-eggenburg.at. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. April 2021; abgerufen am 23. Februar 2021.
Personendaten
NAME Zeilinger, Franz
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Ordensgeistlicher und römisch-katholischer Theologe
GEBURTSDATUM 16. September 1934
GEBURTSORT Eggenburg
STERBEDATUM 15. Februar 2021
STERBEORT Eggenburg