Frauke Gloyer (* 1961 in Flensburg) ist eine deutsche zeitgenössische Malerin. Sie zählt zu den Norddeutschen Realisten.
Sie wuchs mit ihren Geschwistern in Flensburg auf, verbrachte mit der Familie aber viel Zeit in Westerhever. Die Kinder wurden durch die Mutter früh künstlerisch gefördert, besuchten Museen, Ausstellungen und lernten viele Maler persönlich kennen. Bereits in ihrer Kindheit wurde Frauke Gloyer von Bildern der schleswig-holsteinischen Freilichtmaler um 1900 geprägt. Lutz Theen förderte ihr Interesse an der Malerei. Nach dem Abitur 1980 am Alten Gymnasium Flensburg studierte sie von 1980 bis 1985 Kunst und Freie Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Lienhard von Monkiewitsch und Roland Dörfler. Während des Studiums entstanden erste Kontakte zu Nikolaus Störtenbecker.
In den frühen 1980er Jahren lernte sie Berend Harke Feddersen kennen und ließ sich in Nordfriesland nieder. Zusammen mit ihm bearbeitete sie 1984 das Schleswig-Holsteinische Künstler-Lexikon sowie 1985 die Schleswig-Holsteinischen Porträt-Miniaturen. Seit 1986 lebt Frauke Gloyer als freie Malerin in einer historischen Fachwerkkate im nordfriesischen Galmsbüll. Ihr Atelier in Niebüll verlegte sie 2008 in ihr Haus in Galmsbüll. Seit 1994 gehört Frauke Gloyer zur Gruppe der Norddeutschen Realisten, mit der sie 2013 den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft erhielt. Werke von ihr sind in zahlreichen Museen vertreten.
Frauke Gloyer malt meist im Freien, direkt vor ihrem Bildmotiv mit Ölfarben auf Leinwand oder Hartfaserplatten. Ihre Werke sind gekennzeichnet durch „verhaltene Farbigkeit und sanfte Pinselführung“. „... fest verwurzelt mit ihrer nordfriesischen Umgebung, die ihr gleichermaßen ein familiäres wie künstlerisches Zuhause bedeutet und bevorzugter Malanlass ist“, zählen daher zu ihren bevorzugten Motiven die Landschaft Nordfrieslands, Stillleben, Porträts und Tierdarstellungen, aber auch aus der Nähe betrachtete Ansichten, wie Details der alten Baukultur oder Objekte des täglichen Lebens. „Sie alle bestechen durch die vermeintliche Einfachheit des dargestellten Motivs.“ Ihre meist menschenleeren Meeres- und Küstenbilder vermitteln einen überzeugenden „Eindruck von Natur, indem sie diesen auf der Grundlage eines besonderen Blicks, damit einhergehender kompositorischer Ausschnitthaftigkeit und einer eigenwertig gesetzten, offen gehaltenen Farbstruktur mit einem weit darüber hinausreichenden, meditativ begründeten künstlerischen Anspruch verbinden“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gloyer, Frauke |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche zeitgenössische Malerin |
| GEBURTSDATUM | 1961 |
| GEBURTSORT | Flensburg |