Frederick Douglas Stephan „Fred“ Baker (geboren am 26. Jänner 1965 in Salzburg; gestorben am 24. August 2020 in Wien) war ein österreichisch-britischer Filmemacher, Medienwissenschaftler und Archäologe.
Er wurde in Salzburg als Sohn einer österreichischen Mutter und eines britischen Vaters geboren und wuchs in London auf. Nach seinem Abschluss an der Queen Elizabeth’s Grammar School for Boys in London Borough of Barnet studierte er Anthropologie und Archäologie am St John’s College, Cambridge, Tübingen und an der Universität Sheffield und promovierte an der Cambridge University.
Er war Senior Research Associate am McDonald Institute for Archaeological Research, Cambridge University, spezialisiert auf Digital Humanities, Heritage und prähistorische Felsbilder. Er war Mitbegründer des von der EU geförderten 3D Pitoti Digital Heritage Projekts und Co-Direktor des Cambridge University Prehistoric Picture Project.
Er lebte in London und Wien, produzierte und inszenierte Filme und schrieb Artikel und Bücher. In dem Buch The Art of Projectionism (2007) definierte er eine Projektionsschule für Film- und Medienkunst. In dieser Publikation präsentierte er auch „ambient film“, ein Surround-Erlebnis, das in eigens entwickelten „ambient cinemas“ gezeigt werden kann. Sein erster erzählerischer Ambient-Kurzfilm Ruhetag wurde 2007 in Wien uraufgeführt. 2007 drehte er eine Kurzdokumentation mit der österreichisch-amerikanischen Beat-Künstlerin ruth weiss mit dem Titel ruth weiss Meets Her Prometheus. Ring Road: A Viennese Odyssey, der erste Ambient-Spielfilm, wurde 2008 auf der Biennale in Sevilla uraufgeführt.
Zu seinen Interviewpartnern gehörten Yoko Ono, George H. W. Bush, Michail Gorbatschow, Václav Havel, Schimon Peres, Helmut Kohl, John Major, Michel Rocard, Tadeusz Mazowiecki, Amália Rodrigues, Kardinal Franz König, Lord Norman Foster, Sir Ernst Gombrich, Simon Wiesenthal, Prinz Louis Ferdinand von Preußen, Josef Stalins Enkel und Vivienne Westwood.
Baker lehrte Film an der Donau-Universität Krems und der Fachhochschule St. Pölten in Österreich. Er hat Vorlesungen über Film, Medien und Journalismus an der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität der Künste Berlin und der Middlesex University in London gehalten. Außerdem unterrichtete er Film als Teil der Screen Media and Culture Group an der Cambridge University. Seine Spezialgebiete waren das österreichische Kino, die Neue Medienkunst und die Fernsehdokumentation. Für das Museum für Angewandte Kunst, Wien, schuf er Klimts Magic Garden: A Virtual Reality Experience by Frederick Baker (2018).
VR Days Amsterdam, September 2017 Award for 360 VR film "Pitoti Prometheus" with Marcel Karnapke, Produced at Cambridge University and the Bauhaus University Weimar for the EU project 3D Pitoti.
World 3D Guild, Liege, Belgium December 2016 Award for "Pitoti Prometheus" 360 VR film with Marcel Karnapke. Produced with McDonald Institute for Archaeological Research, Cambridge University & Bauhaus University Weimar, as part of the EU Project "3D Pitoti".
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Baker, Frederick |
| ALTERNATIVNAMEN | Baker, Frederick Douglas Stephan (vollständiger Name); Baker, Fred (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichisch-britischer Filmemacher, Medienwissenschaftler und Archäologe |
| GEBURTSDATUM | 26. Januar 1965 |
| GEBURTSORT | Salzburg |
| STERBEDATUM | 24. August 2020 |
| STERBEORT | Wien |