Frederick H. Cramer (geboren als Fritz Cramer 2. März 1906 in Berlin; gestorben 4. September 1954 in Toulouse) war ein deutschamerikanischer Historiker.


Friedrich Cramer war der Sohn des erfolgreichen Getreidehändlers Hans S. Cramer (1872–1963) und der Gertrud Bruck (1874–1946), seine Schwester Charlotte Cramer-Sachs (1907–2004) wurde in den USA Unternehmerin. Er machte das Abitur 1923 am Arndt-Gymnasium in Berlin und begann das Studium 1923/24 an der Columbia Law School. Er studierte ab 1925 mit Unterbrechungen Geschichte in Berlin und Erlangen und musste als Jude nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 an die Universität Zürich ausweichen. Cramer war seit 1927 mit Elizabeth Ziegler verheiratet, sie hatten fünf Kinder, darunter die Kunsthistorikerin Lilian M. C. Randall. Er wurde 1935 in Zürich bei Karl Meyer mit der Dissertation Magna Carta promoviert. Er arbeitete als Lehrbeauftragter für Geschichte in Zürich und machte 1937 eine Schweizer Lehramtsprüfung. Er emigrierte 1937 in die USA, wo er 1945 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt.
Nach dem Krieg wurde Cramer Lecturer und 1947 Professor für Geschichte am Mount Holyoke College. Außerdem lehrte er von 1943 bis 1954 am Hartford College for Women und im Jahr 1951 am Smith College. Seine Artikel und Essays, auch zur Nachkriegsordnung Deutschlands, erschienen vornehmlich in der Zeitschrift Current History.
Cramer und seine Frau nahmen 1954 an der Tour de France automobile teil und verunglückten mit ihrem Auto, wobei seine Frau den Unfall überlebte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cramer, Frederick H. |
| ALTERNATIVNAMEN | Cramer, Fritz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutschamerikanischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 2. März 1906 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 4. September 1954 |
| STERBEORT | Toulouse |