| Frederikshavn | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Nordjylland | |||
| Landesteil: | Nordjylland | |||
| Kommune (seit 2007): | Frederikshavn | |||
| Koordinaten: | 57° 26′ N, 10° 32′ O | |||
| Gegründet: | 1818 | |||
| Einwohner: (2026) | 22.496 | |||
| Postleitzahl: | 9900 Frederikshavn | |||
| Partnerstädte: |
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| Website: | www.frederikshavn.dk | |||
Rathaus von Frederikshavn | ||||
Frederikshavn ist eine in der Region Nordjylland gelegene dänische Hafenstadt an der Ostseeküste und Sitz der Verwaltung der Frederikshavn Kommune.
Die von Werften geprägte Stadt ist Ausgangspunkt der Fährlinien nach Oslo, Göteborg und zur Insel Læsø.
In der Nähe der Stadt befinden sich einige Waldgebiete mit artenreicher Fauna und Flora und bis zu 70 m hohe Hügel wie der Pikkerbakken. Von dort aus können die nahe gelegenen Hirsholmene genannten Inseln gesehen werden, die verwaltungsmäßig zur Stadt gehören.
Der alte Stadtteil Fiskerklyngen ist mit seinen alten, bunten Fischerhäuschen sehenswert. Zudem bietet die Stadt in einer der längsten Fußgängerzonen des Landes gute Einkaufsmöglichkeiten.
Zu beiden Seiten der Stadt erstreckt sich ein Strand. Einer dieser Strände ist der einzige Strand in Dänemark, der jedes Jahr von Mai bis September durch 100 in den Sand gesetzte Palmen in einen Palmenstrand verwandelt wird.
Um 6000 v. Chr. waren große Teile des Kattegats noch Land. Um 4000 v. Chr. stieg der Meeresspiegel an und die Kattegatküste verlief am heutigen Frederikshavn vorbei und bildete die Hirsholmene sowie die heute 27 km entfernte Insel Læsø.
Heute ist die Küste geprägt durch Strände und Dünen. Das flache Marinevorland im Norden der Stadt ist durch Heide und Wald sowie landwirtschaftliche Nutzung, hauptsächlich Getreideanbau, geprägt. Im Süden der Stadt befindet sich nur ein schmaler Streifen flacher Küste, bevor eine bis in den Westen der Stadt hineinziehende markante Moränenlandschaft beginnt, die durch die Eismassen der letzten Eiszeit vor 14.000 Jahren entstanden ist.
Südlich der Stadt erheben sich Pikkerbakken und Øksnebjerg mit tiefen Schmelzwasserschluchten. Westlich von Frederikshavn findet man eine hügelige Landschaft mit Wäldern, Wiesen, Tälern und Ackerland, und im Norden ist die Landschaft flach mit Strandwiesen, Sümpfen und Ackerland. Im Osten liegen die Inseln Hirsholmene und Deget im Kattegat.

Kleine Flüsse im Stadtgebiet:
Frederikshavn (ohne Skagen und Sæby) hat eine 32 km lange Kattegatküste am nördlichen Teil der Ostsee. Die Küste ist flach abfallend und wird durch Strände und Dünen dominiert. Den Stränden sind Sandbänke vorgelagert. Die Wassertiefe beträgt in 2 km Entfernung der Küste ungefähr vier Meter.
Seit der Kommunalreform in Dänemark gehören zu der Frederikshavn Kommune neben Frederikshavn die Städte Skagen im Norden und Sæby im Süden. Die neue Kommunegrenze ist gleichzeitig Grenze der Frederikshavn Provsti.
Zu Frederikshavn, ohne Skagen und Sæby gehören (Sogn entspricht den deutschen Gemeinden):
In dem Stadtgebiet von Frederikshavn wohnen Menschen bereits seit Tausenden von Jahren. So gibt es archäologische Funde von der Steinzeit bis zur Wikingerzeit wie Grabhügel, Großsteingräber, Siedlungen und die Souterrains von Løgten Mark.

Günstig für die Entwicklung Frederikshavns wirkte sich die Lage am Meer mit Naturhafen und guten Ankerplätzen bei den Hirsholmene und der Insel Deget aus. Bis zu den Küsten Schwedens und Norwegens ist es ein kurzer Seeweg, was ökonomische, politische und militärische Vorteile bot. So bekam der damalige Fischerort Fladstrand (dt. „Flachstrand“) bereits 1818 durch den dänischen König Frederik VI. die Stadtrechte und wurde in Frederikshavn umbenannt. Durch den Hafen entwickelte sich die Stadt schnell zu einem wichtigen Handelszentrum in der Region.

Vor allem die strategische Lage machten sich die Deutschen im Zweiten Weltkrieg zunutze, wo Frederikshavn zur Hauptstadt des Verteidigungsbereiches gemacht wurde. Vier Regionen hatten einen solchen Status unter der deutschen Besetzung. Die drei anderen waren Aalborg, Esbjerg und Hanstholm.
Für die Ökonomie Frederikshavns war der Hafen von größter Bedeutung mit Fischerei und Werftindustrie. Durch Krisen in der Fischerei und in der Werftindustrie stieg in den 1980ern die Arbeitslosigkeit der Stadt. Seitdem entwickelt sich die Stadt im Bereich von Handel und Tourismus.
| 1975 | 1980 | 1985 | 1990 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010* | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 34.522 | 35.559 | 35.559 | 35.500 | 35.114 | 34.853 | 34.975 | 62.007 |
| männlich | 17.235 | 17.440 | 17.688 | 17.640 | 17.528 | 17.327 | 16.881 | 30.975 |
| weiblich | 17.287 | 17.598 | 17.871 | 17.860 | 17.586 | 17.526 | 17.094 | 31.032 |
| 00–09 Jahre | 5.563 | 4.917 | 4.355 | 4.004 | 4.169 | 4.297 | 3.826 | 6.261 |
| 10–19 Jahre | 5.915 | 6.073 | 5.690 | 5.159 | 4.406 | 4.051 | 4.360 | 7.944 |
| 20–29 Jahre | 5.123 | 4.844 | 5.310 | 5.410 | 4.808 | 4.136 | 3.271 | 5.051 |
| 30–39 Jahre | 4.709 | 5.339 | 5.253 | 4.925 | 5.006 | 5.099 | 4.530 | 6.646 |
| 40–49 Jahre | 3.960 | 4.121 | 4.688 | 5.299 | 5.201 | 4.846 | 4.969 | 9.365 |
| 50–59 Jahre | 3.901 | 3.828 | 3.736 | 3.946 | 4.484 | 5.120 | 5.011 | 9.175 |
| 60–69 Jahre | 2.959 | 3.191 | 3.450 | 3.374 | 3.310 | 3.470 | 4.041 | 9.155 |
| 70–79 Jahre | 1.791 | 1.959 | 2.182 | 2.348 | 2.520 | 2.525 | 2.509 | 5.334 |
| 80–89 Jahre | 550 | 675 | 802 | 919 | 1.083 | 1.154 | 1.246 | 2.595 |
| 90–99 Jahre | 51 | 90 | 89 | 115 | 125 | 153 | 209 | 468 |
| über 99 Jahre | 0 | 1 | 4 | 1 | 2 | 2 | 3 | 8 |
(jeweils 1. Januar)
(jeweils 1. Januar)

Bis zum Jahr 1970 gehörte Frederikshavns nördlicher Teil zur Horns Herred, der südliche Teil zur Dronninglund Herred. Beide Herred lagen im Hjørring Amt.
Durch die Kommunalreform 1970 wurde Frederikshavn Kommune und war neben Hjørring eine zentrale Kommune in Vendsyssel. Frederikshavn war im Nordjyllands Amt mit Aalborg als Hauptstadt.
Durch die Kommunalreform, die am 1. Januar 2007 wirksam wurde, sind die Kommunen Skagen und Sæby angegliedert worden. Die Kommune Frederikshavn ist eine von elf Kommunen in der Region Nordjylland mit Aalborg als Regionalhauptstadt.
| Frederikshavn | Skagen | Sæby | Neue Frederikshavn Kommune | |
|---|---|---|---|---|
| Fläche | 179,59 km² | 142,90 km² | 326,17 km² | 648,6 km² |
| Einwohner | 34.966 (2004) | 12.027 (2004) | 17.969 (2004) | 62.741 (2007) |
Der Stadtrat für die neue Frederikshavn Kommune besteht aus 31 Mitgliedern. (Stand: 1. Januar 2014)
Bürgermeister:
1. Stellvertretender Bürgermeister:
2. Stellvertretender Bürgermeister:
Übrige Mitglieder:
Sitz der öffentlichen Verwaltung ist Frederikshavn: Frederikshavn Kommune, Rådhus Allé 100, 9900 Frederikshavn. Die Bürgerberatung findet weiterhin in den Rathäusern Skagens und Sæbys statt.

Seit 1818 ist Frederikshavn Handelsstadt, seitdem gibt es Betriebe für Fischerei, Landwirtschaft und Schiffbau Handelsunternehmen. Es ergaben sich kaum Änderungen durch die Industrialisierung, mit Ausnahme des Schiffbaus. Dienstleistungseinrichtungen und Handel sind heute neben öffentlichen Einrichtungen die größten Arbeitgeber.
| 1994 | 1998 | 2000 | 2002 | 2004 | 2006 | 2008* | 2010* | 2012* |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 13,8 % | 10,8 % | 10,2 % | 9,3 % | 11,2 % | 7,2 % | 3,8 %* | 8,1 %* | 6,8 %* |
Durch Eingemeindungen von Skagen und Sæby ab 2008 Zahlen für die gesamte Kommune. Aufgrund von Entlassungen in den Werften hat Frederikshavn eine der höchsten Arbeitslosenquoten des Landes, durch Arbeitskräftebedarf anderer Branchen konnte sich die Quote jedoch stabilisieren.
Wegen sandiger Böden und Trockenheit bestehen im Sommer nur schlechte Anbaumöglichkeiten. Hauptsächlich werden Kartoffeln, Getreide, Zwiebeln und Karotten angebaut. Daneben gibt es Viehhaltung.
Fischereihäfen bestehen im Frederikshavner Hafen und in Strandby. Früher war der Fischfang eine der größten Einnahmequellen der Region. Heute sind auf diesem Sektor nur noch wenige Menschen beschäftigt. In beiden Häfen befinden sich größere fischverarbeitende Betriebe, in Strandby besteht eine Fischauktionshalle.

Größter Wirtschaftssektor Frederikshavns, schwerpunktmäßig mit:
Die Frederikshavn Kommune (ohne Skagen und Sæby) ist in elf Schulbezirke mit einer Volksschule eingeteilt, diese ermöglichen den Schulbesuch der Klassen 1 bis 10. Zudem befindet sich eine Volksschule mit musikalischem Schwerpunkt und eine mit Schwerpunkt Hauswirtschaft sowie eine private Volksschule in Frederikshavn.
Nach dem Abschluss der Volksschule steht der Besuch verschiedener weiterführender Schulen offen:
Die nächste Universität befindet sich in Aalborg.
Der Gesamtverkehr auf den Strecken Frederikshavn–Skagen nach Skagen über Strandby, Jerup, Aalbæk und Hulsig sowie Frederikshavn–Aalborg über Sindal, Hjørring und Brønderslev erfolgt durch Regionalzüge der Nordjyske Jernbaner.
Stadtbuslinien sowie Regionalbusse vom Busbahnhof. Regionallinien nach Skagen, Sæby, Øster Vrå, Sindal und Hirtshals.
Alle Stadtteile haben gut ausgebaute Radwege. Mehrere nationale Radrouten sowie der EuroVelo 3 (Trondheim–Santiago de Compostela) führen durch Frederikshavn.
Ein Regionalflughafen ist in Sindal mit Linienflügen nach Kopenhagen und London. Der nächste Internationale Flughafen ist in Aalborg.
Frederikshavn ist ein bedeutender Fährhafen mit Fährverbindungen nach:
Jährlich mehr als 2.500.000 Passagiere mit 500.000 Personenkraftwagen nutzen den Hafen, 3.000.000 Tonnen Fracht wird umgeschlagen. Des Weiteren dient der Fährhafen dem Transport von Schüttgut, Containern und Öl.
In der gesamten Kommune befinden sich Stützpunkte der königlich dänischen Marine. Im Hafen von Frederikshavn ist die 1. Flotte der dänischen Marine mit insgesamt neun Divisionen stationiert. Unter anderem haben das dänische Segelschulschiff Danmark und die königliche Yacht Dannebrog hier ihren Heimathafen.






