Fresach | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Villach-Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | VL | |
| Fläche: | 38,80 km² | |
| Koordinaten: | 46° 43′ N, 13° 42′ O | |
| Höhe: | 715 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.233 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 32 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 9712 | |
| Vorwahl: | 04245 | |
| Gemeindekennziffer: | 2 07 12 | |
| NUTS-Region | AT211 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Dorfplatz 160 9712 Fresach | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Gerhard Altziebler (FPÖ) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (15 Mitglieder) |
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| Lage von Fresach im Bezirk Villach-Land | ||
Blick vom Mirnock auf den östlichen Teil des Ortes mit der katholischen Kirche St. Blasius | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Fresach ist eine Gemeinde mit 1233 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Villach-Land in Kärnten. Fresach ist Luftkurort.
Das Gemeindegebiet liegt zur Gänze in den Nockbergen zwischen unterem Drautal und Gegendtal. Im Südwesten bildet die Drau in einer Meereshöhe von 500 Meter die Grenze. Nach Osten steigt das Land auf über 2000 Meter an. Die höchsten Berge sind Palnock (1901 m), Lahnernock (1861 m), Rindernock (2024 m) und Mirnock (2110 m).
Fresach hat eine Fläche von 38,80 Quadratkilometer. Davon sind 19 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 65 Prozent Wald und 13 Prozent Almen.



Die Gemeinde umfasst drei Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023):
Das Gemeindegebiet ist in sechs Ortschaften gegliedert (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):
| Ferndorf | Feld am See | |
| Afritz am See | ||
| Paternion | Weißenstein | Treffen |
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Klimatabelle für Fresach 1991–2020
Quelle: Klimadaten der GeoSphere-Austria-Station Fresach (ID 203), Normalperiode 1991–2020, aufbereitet von Tauernwetter Forschung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Erste Funde gibt es aus der Bronzezeit (Äxte). Um 590 n. Chr. ließen sich die Slawen im Gebiet nieder, im 8. Jahrhundert die Baiern.
Die Grafen von Ortenburg wurden um das 11. Jahrhundert mit dem Gebiet belehnt. Im 12. Jahrhundert wurde in Fresach die erste Kirche erbaut. 1478 wurde Fresach von den Türken zerstört. Nach dem Aussterben der Ortenburger 1518 kam das Gebiet unter habsburgische Herrschaft.
Im frühen 16. Jahrhundert wurde die Mehrheit der Bevölkerung protestantisch. Auch nach der Gegenreformation, die den Übertritt zur katholischen Kirche erzwang, blieben viele im Geheimen ihrem Glauben als Kryptoprotestanten treu. Nach dem Toleranzpatent Kaiser Joseph II. im Oktober 1781 wurde 1782 wieder eine evangelische Pfarre Fresach gegründet. Das neuerrichtete Bethaus sah wie ein Wohnhaus aus, weil evangelische Kirchen mit Glocken, Türmen und Portalen noch nicht erlaubt waren.
1787 wurde das erste Schulhaus erbaut.
1849 wurden die beiden Gemeinden Mooswald und Fresach gegründet, Mooswald wurde 1964 aufgelöst, der Großteil des ehemaligen Gemeindegebietes kam zu Fresach.
Im Mai 1978 fand in Fresach das 7. Ost-West-Literaturgespräch statt, an dem Schriftsteller und Übersetzer aus elf Ländern von beiden Seiten des „Eisernen Vorhanges“ teilnahmen.
Im Jahr 2011 konnte der vom Vorarlberger Architekten Bernhard Marte geplante kubische Erweiterungsbau des Evangelischen Diözesanmuseums im Rahmen der Kärntner Landesausstellung eröffnet werden. Es bildet mit dem Pfarrhaus und Bethaus von 1784 ein Ensemble und enthält Bibeln, Gebets-, Liederbücher, Briefe, Fotos und liturgische Gegenstände als Ausstellungsobjekte.
| Fresach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
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| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 959 | |||
| 1880 | 1.021 | |||
| 1890 | 1.065 | |||
| 1900 | 1.022 | |||
| 1910 | 1.135 | |||
| 1923 | 1.081 | |||
| 1934 | 1.135 | |||
| 1939 | 1.004 | |||
| 1951 | 1.068 | |||
| 1961 | 1.070 | |||
| 1971 | 1.160 | |||
| 1981 | 1.190 | |||
| 1991 | 1.313 | |||
| 2001 | 1.316 | |||
| 2011 | 1.232 | |||
| 2021 | 1.252 | |||
| 2026 | 1.233 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Die Gemeinde Fresach hatte 1316 Einwohner (2001), davon waren 99,3 % österreichische Staatsbürger.
Als Religionszugehörigkeit gaben 66,6 % evangelisch, 30,0 % römisch-katholisch, 0,2 % islamisch an. 2,5 % waren ohne religiösem Bekenntnis.


Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gab es 33 Arbeitsstätten mit 98 Beschäftigten in der Gemeinde und 449 Auspendler. Es gab 104 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 35 im Haupterwerb), die zusammen 3.502 ha bewirtschafteten (1999).
Fresach ist ein „heilklimatischer Luftkurort“, wodurch der Fremdenverkehr eine Rolle spielt.
Die Verkehrserschließung erfolgt über die Landesstraßen L 37, L 39 und L 40.
Seit April 2001 befindet sich in Fresach ein Stützpunkt (Station „RK-1“) der ARA Flugrettung.
Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern.
Bürgermeister ist seit 2015 Gerhard Altziebler (parteifrei, bis 2022 FPÖ).
Das Wappen von Fresach zeigt vorne ein grünes Birkenblatt, das für den Ortsnamen steht (von slowenisch breže = bei denen im Birkengehölz), im hinteren Teil einen goldenen Abendmahlskelch mit darüber schwebender Hostie als Symbol des evangelischen Glaubens. Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet:
Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 31. August 1978 verliehen. Die Gemeindeflagge ist Gelb-Grün mit eingearbeitetem Wappen.
Seit 2015 finden in der Gemeinde Fresach jährlich die Europäischen Toleranzgespräche statt, welche vom Denkraum Fresach initiiert und gegründet wurden. Jedes Jahr werden dafür Persönlichkeiten und Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur geladen, um über aktuelle, bewegende Themen zu diskutieren.