Fretter

Fretter
Gemeinde Finnentrop
Koordinaten: 51° 12′ N, 8° 3′ OKoordinaten: 51° 11′ 36″ N, 8° 2′ 55″ O
Höhe: 297 m ü. NHN
Einwohner: 1329 (31. Dez. 2024)
Postleitzahl: 57413
Vorwahl: 02724
Fretter (Kreis Olpe)
Fretter (Kreis Olpe)
Lage von Fretter in Kreis Olpe
Luftbild von Fretter
Luftbild von Fretter

Fretter ist ein Ortsteil der Gemeinde Finnentrop im Kreis Olpe, Nordrhein-Westfalen mit rund 1300 Einwohnern.

Geschichte

Fretter wurde erstmals im Jahr 1279 als Vreter erwähnt. Die genaue Bedeutung des Ortsnamens ist umstritten. Ältere Überlegungen gehen von einem alten Gewässernamen *Fratira für den Fretterbach aus. Neuerdings wird als Ausgangsform altsächsisch *Frėttja, eine Ableitung von *frėttjan „abweiden lassen“, angesetzt. Fretter wäre somit der „Ort bei einem Weideplatz“. Unter welchen Umständen das -r angefügt wurde und welche Rolle der Fretterbach dabei spielt, bleibt allerdings unklar.

Wirtschaft und Infrastruktur

In Fretter sind unter anderem Unternehmen folgender Branchen zu finden: Orthopädieschuhtechnik, Holzproduktion, Holzverarbeitung, Metallverarbeitung, Sprengstoffe, Getränkegroßhandel, Busunternehmen, Automatisierungstechnik, Forstwirtschaft, Spedition, Bauunternehmen, Vermietung von Baumaschinen, Gastronomie.

Verkehr

Die L 737/880 führt als Hauptverkehrsstraße durch den Ort und verbindet Fretter mit Finnentrop und Bamenohl sowie mit Eslohe. Es bestehen Busverbindungen in Richtung Finnentrop und Eslohe. Darüber hinaus gibt es Verbindungen Richtung Oedingen (L 737) und Ostentrop (K 30). Früher verfügte Fretter über einen eigenen Eisenbahnanschluss an der damaligen Bahnstrecke Finnentrop–Wennemen.


Öffentliche Einrichtungen

Kultur, Sehenswürdigkeiten

Knochenmühle in Fretter

Kirche St. Matthias

Nachdem die alte Kapelle, welche urkundlich ab 1509 erwähnt wird, infolge fortgesetzter Zunahme der Einwohnerzahl zu klein geworden war, wurde sie 1929 abgerissen.

Mit dem Bau der heutigen Kirche wurde 1926 begonnen, so dass die Grundsteinlegung am 1. Mai 1927 erfolgen konnte. Am 29. Juni 1933, am Peter-und-Pauls-Tag, nahm der Paderborner Erzbischof Caspar Klein die feierliche Konsekration vor. Die Orgel wurde in den Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges beschädigt und wurde 1946 durch das Orgelbauunternehmen Stockmann aus Werl instand gesetzt.

Vereine

Musik

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Fretter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gemeinde Finnentrop: Einwohnerstatistik 2024, abgerufen am 27. Februar 2026
  2. ↑ Michael Flöer: Die Ortsnamen des Kreises Olpe (= Westfälisches Ortsnamenbuch [Elektronische Ressource]: (WOB). Nr. 8). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-89534-968-3, S. 102 f.
  3. ↑ Der Sargbauer zu Fretter im Sauerland. Ein Hörstück von Ingo Munz. Essen, 2013.
  4. ↑ Fretter: Ein sauerländisches Dorf und seine Bewohner. Zusammengestellt von Günter Becker, Erika Deitenberg und Volker Kennemann, 1985, S. 65 ff.
  5. ↑ Fretter – ein sauerländisches Dorf und seine Bewohner. Zus.-gest. von G. Becker. E. Deitenberg und V. Kennemann, 1985, S. 222f.