| Film | |
| Titel | Frieda |
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| Produktionsland | Deutschland, Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 102 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Kurhaus Production, Wega Film |
| Stab | |
| Regie | Felix Hassenfratz |
| Drehbuch | Felix Hassenfratz |
| Produktion |
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| Musik |
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| Kamera | Michael Kotschi |
| Schnitt | Niki Mossböck |
| Besetzung | |
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Frieda ist ein deutsch-österreichisches Filmdrama von Felix Hassenfratz aus dem Jahr 2026. Der Film verbindet die Perspektive eines Kindes mit Elementen des magischen Realismus. Im Mittelpunkt steht eine Elfjährige, die im Süddeutschland des Jahres 1984 mit ihrer Fantasie gegen das Schweigen um eine verleugnete Schwester aufbegehrt. Naila Schuberth spielt die Titelrolle; an ihrer Seite sind Julia Jentsch, Rafael Stachowiak und Dana Plaul zu sehen. Die Weltpremiere fand am 14. Oktober 2026 im Wettbewerb 1–2 des Internationalen Filmfestivals Warschau statt.
Süddeutsche Provinz, 1984: In der Nachbarschaft liegt eine US-Kaserne, und die Angst vor einem Atomkrieg wächst. Zu Hause spürt Frieda, eine elfjährige Träumerin, dass ihre Eltern etwas vor ihr verbergen. Auf der Suche nach Antworten stößt sie auf die Spur von Aneke, einer verleugneten Schwester, die sie nie kennenlernen durfte. Den Lügen der Erwachsenen setzt Frieda ihre Fantasie entgegen. Als Aneke in ihrer Wirklichkeit erscheint, erschüttert dies eine Familienordnung, deren Zusammenhalt auf dem Schweigen über die Vergangenheit beruht.
Die aus Friedas Sicht erzählte Geschichte umfasst drei Generationen. Verdrängte Erfahrungen wirken im Leben der Nachgeborenen fort. Mit ihren fantastischen Bildern nähert sich Frieda dem, worüber die Erwachsenen nicht sprechen, und stellt eine Ordnung infrage, die nur Bestand hat, solange niemand Fragen stellt.
Nach seinem Spielfilm Verlorene (2018) entwickelte Hassenfratz das Projekt während eines Stipendiums an der Villa Aurora in Los Angeles im Jahr 2019 weiter. Für das damals noch unverfilmte Drehbuch Frieda – Kalter Krieg wurde er 2022 für den Deutschen Drehbuchpreis nominiert. Die Jury hob die Verbindung von Poesie, Schmerz und Humor sowie die kindliche Suche nach Wahrheit hervor und bezeichnete die Erzählung als „ein herausragendes Drehbuch“.
Der Film entstand als Koproduktion von Kurhaus Production und Wega Film unter Beteiligung von SWR, WDR und SR. Die Dreharbeiten fanden von August bis September 2025 in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen statt. Gefördert wurde die Produktion von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, der Film- und Medienstiftung NRW, dem Deutschen Filmförderfonds und dem Österreichischen Filminstitut.
Als Produzenten zeichneten Christoph Holthof, Daniel Reich, Veit Heiduschka, Julia Heiduschka und Christian Bachmann verantwortlich. Die Kamera führte Michael Kotschi, den Schnitt übernahm Niki Mossböck. Die Filmmusik komponierte Benedikt Palier.
Die Rolle der blinden Aneke wurde mit der ebenfalls blinden Darstellerin Dana Plaul besetzt. Plaul wurde über ein umfangreiches Laiencasting für die Rolle gefunden und gab mit Frieda ihr Filmdebüt.
Hassenfratz bezeichnet die Suche und Besetzung als Pionierarbeit, da blinde Darstellerinnen und Darsteller im deutschen Film aus seiner Sicht bislang kaum präsent seien.
Neben ihrer Arbeit als Darstellerin war Plaul auch als Komponistin an dem Film beteiligt: Sie schrieb dessen Titelmusik.
Für die fantastische Figur Wirrwarr entwarf der Spezialeffektkünstler Leonardo Cruciano von Imaginari Factory das Design und das Ganzkörperkostüm (Creature Suit).
Gespielt wird die Figur von Anne Weinknecht.
Cruciano hatte zuvor unter anderem an Matteo Garrones Il racconto dei racconti gearbeitet.
In Warschau wurde Frieda im Wettbewerb 1–2 des Internationalen Filmfestivals gezeigt. Auf die Weltpremiere am 14. Oktober 2026 folgten zwei weitere Vorführungen am 15. und 16. Oktober. Auf die Frage nach Weltpremieren, auf die das Festival besonders stolz sei, hob Programmleiter Bartek Pulcyn Frieda in einem Interview mit The Hollywood Reporter neben drei weiteren Wettbewerbsfilmen hervor. Er zählte den Film zu den Premieren, über deren Präsentation er sich besonders freue.
Der Film wurde außerdem in das Programm der 60. Internationalen Hofer Filmtage aufgenommen.
Auch für den Spielfilmwettbewerb der 48. Biberacher Filmfestspiele 2026 wurde Frieda ausgewählt.