Bechmann war ein Sohn des Pfarrers Andreas Bechmann (* Remda; † 29. Mai 1633 in Elleben) und Anna Maria Glass († 12. September 1637, begr. 14. September 1637). Nach dem Tod der Mutter, wurde er von dem Bruder der Mutter, dem Mediziner Balthasar Glass, in Arnstadt erzogen. Später wurde er von einem weiteren Verwandten, Salomo Glassius, in Gotha aufgenommen und am Gymnasium Illustre durch Andreas Reyher sowie Georg Heß ausgebildet. 1649 begann er an der Universität Jena ein Studium der Philosophie und Theologie.
Bechmann war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er 1659 mit Margarete Roth (* 30. November 1641 in Arnstadt; † 13. März 1665 in Jena), die Tochter des Oberamtmanns Laurentius Andreas Roth (* 17. Mai 1608 in Osterode; † 22. April 1675 in Gehren) und dessen Frau Susanna Margaretha Schultze. Aus der Ehe stammt der Sohn Andreas Bechmann (* 16. Mai 1662 in Jena; † 1720 Hildburghausen), der 1683 Mediziner in Gotha, 1686 Landphysicus in Königsberg/Francken und 1692 Leibarzt und fürst. Rat Hildburghausen wurde. Dieser heiratete am 6. September 1687 in Königsberg Aemilia Elisabeth Heher, die Tochter des Amtmanns Georg Laurentius Heher. Seine zweite Ehe ging er am 20. November 1666 in Jena mit Regina Maria Frischmuth, der Tochter des Professors der orientalischen Sprachen in Jena Johann Frischmuth (* 14. April 1619 in Wertheim; begr. 22. August 1687 in Jena) und dessen Frau Anna Maria Slevogt (* 9. Mai 1630 in Jena; † 9. Juni 1672 ebd.), Tochter des Paul Slevogt, ein. Aus der Ehe stammen ebenfalls Kinder. Von diesen kennt man:
Christina Maria Bechmann († vor Vater) verh. mit dem Jenaer Syndicus Dr. med. Joachim Seeck (* Rostock; † 26. Mai 1709 in Jena)
Johann Tobias Bechmann († 12. Januar 1700 in Jena) jur. Cand.
Anna Maria Bechmann verh. mit dem Consistorialassessor in Kranichfeld Christian Hübner
Elisabeth Magdalena Bechmann
Heinrich Friedemann Bechmann
Geschwister
Balthasar Christian Bechmann (26. Dezember 1617–28. Mai 1669)
Andreas Bechmann (22. September 1622–13. April 1676)
Werke (Auswahl)
Von Bechmann sind zahlreiche Disputationen bekannt, welche im Kontext seiner Hochschultätigkeit entstanden sind. Sie wurden auf Zuarbeit seiner Schüler verfasst. Von seinen eigenständigen Arbeiten sollen genannt sein:
Systema Physicum. Jena 1665, 1675.
Institutiones Logicae ex Aristotele eijusque optimis tum Graecis tum Latinis interpretibus concinnatae. Jena 1667, 1670, 1677, Leipzig & Gotha 1691 (8. Auflage).
Haeresiographia, in qua per singula secula ostenditur, quomodo Satanas Christum eiusque Ecclesiam per falsa dogmata oppugnauerit. Jena 1700.
Institutiones Theologicas, in quibus articuli fidei tractantur, usus practici eruuntur, casus dubii et difficiles enodantur et variae questiones soluuntur. Jena 1701, 1707.
Annotationes ad D. Jo. Olearii Tabulas Theologiae moralis. Jena 1702.
Gottseliges vergieß mein nicht, d. i. Christl. und erbauliche Betrachtung der letzten Dinge des Menschen. Jena 1701.
Friedemann. Bechmannvs. In: Johann Caspar Zeumer, Christof Weissenborn: Vitae Professorum Theologiae, Jurisprudentiae, Medicinae et Philosophiae qui in illustri Academia Jenensi, ab ipsius fundatione ad nostra usque tempora vixerunt et adhuc vivunt una cum scriptis a quolibet editis quatuor classibus. Johann Felici Bieleck, Jena, 1711, S. 201–209 (books.google.de).
Johann Paul Hebenstreit: Leichen-Rede, bey der Beerdigung, Des Weiland Hochwürdigen/Magnifici, in Gott Andächtigen und Hochgelahrten Herr Friedemann Bechmanns. Jena 1703, (books.google.de).
12August Beck:Bechmann, Friedemann. In: Ernst der Fromme, Herzog zu Sachsen-Gotha und Altenburg ein Beitrag zur Geschichte des 17. Jahrhunderts. Teil 2. Hermann Böhlau, Weimar 1865, S.6 (Textarchiv– Internet Archive).
↑August Beck:Bechmann, Andreas. In: Ernst der Fromme, Herzog zu Sachsen-Gotha und Altenburg ein Beitrag zur Geschichte des 17. Jahrhunderts. Teil 2. Hermann Böhlau, Weimar 1865, S.6 (Textarchiv– Internet Archive).