Friedhelm Nicolin, Sohn von Tinny Nicolin, geborener Frings, und Christian Nicolin, studierte Philosophie, Pädagogik, Germanistik und Geschichte an den Universitäten von Köln, Bonn und München. 1954 wurde er in Bonn zum Dr. phil. promoviert. Von 1957 bis 1967 leitete er das Hegel-Archiv.
Zu seinen Publikationen zählen unter anderem Pädagogik als Wissenschaft (1969), Der junge Hegel in Stuttgart (1970), Stichwort Bildung (1974) sowie Auf Hegels Spuren (1996). Er verfasste zahlreiche Schriften und Editionen zur Hegelschen Philosophie.
Ab 1961 war er Mitherausgeber des Jahrbuchs Hegel-Studien und ab 1984 der Reihe Kultur und Erkenntnis.
Friedhelm Nicolin war katholisch, ab 1954 verheiratet mit der 1924 in Würselen geborenen Schriftstellerin und Redakteurin Milly Nicolin, geborener Mühlenberg, lebte mit dieser in Bonn-Röttgen und hatte drei Kinder (Mechthild, Bernadette und Felicitas).
Schriften (Auswahl)
Hegels Bildungstheorie. Grundlinien geisteswissenschaftlicher Pädagogik in seiner Philosophie (= Abhandlungen zur Philosophie, Psychologie und Pädagogik. Band 3). H. Bouvier, Bonn 1955.
G. W. F. Hegel:Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830). Hrsg.: Friedhelm Nicolin, Otto Pöggeler (=Philosophische Bibliothek. Band33). 6. Auflage. F. Meiner, Hamburg 1959, DNB451896203, doi:10.1515/9783112531129.
als Hrsg.: Pädagogik als Wissenschaft (= Wege der Forschung. Band 32). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1969.
Hegel 1770–1970. Leben, Werk, Wirkung. Mit einem Vorwort von Kurt Leipner. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1970.
als Hrsg.: Der junge Hegel in Stuttgart. Aufsätze und Tagebuchaufzeichnungen 1785–1788 (= Marbacher Schriften. Band 3). Chr. Scheufele, Stuttgart 1970.
als Hrsg. mit Johannes Hoffmeister: Briefe von und an Hegel. 4 Bände (Bücher 2–4; 2: 1813–1822, 3: 1823–1831, 4.1: Dokumente und Materialien zur Biographie, 4.2: Nachträge zum Briefwechsel, Register mit biographischem Kommentar, Zeittafel). Meiner, Hamburg 1969 ff., ISBN 978-3787305308.
als Hrsg.:Dokumente und Materialien zur Biographie (=Philosophische Studientexte; Briefe von und an Hegel. Band4,1). De Gruyter, Berlin/Boston 2022, ISBN 978-3-11-253098-6, doi:10.1515/9783112530986 (Reprint der Auflage 1977).
Bildung im Spannungsfeld von Berufsqualifikation und Humanität. Kritische Reflexionen zu einem aktuellen Begriff. Düsseldorf 1974.
Karl Rosenkranz als Herausgeber und Biograph Hegels. Ein Beitrag zur Oberlieferungsgeschichte der Hegeischen Philosophie (= Hegel-Studien. Beiheft 7). Bonn 1976.
Georg Wilhelm FriedrichHegel: Gesammelte Werke: Frühe Schriften I. Hrsg.: FriedhelmNicolin,GiselaSchüler. Felix Meiner Verlag, 1989, ISBN 978-3-7873-0267-3 (google.com).
Literatur
Nicolin, Friedhelm. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 895.
↑Jean-Pierre Deschepper:Review of Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830). (Philosophische Studientexte). In: Revue philosophique de Louvain. Band64, 1966, ISSN0035-3841, S.658–658, JSTOR:26335560.
↑Walter Schieche:Review of Briefe von und an Hegel. Band 4, Teil 1: Dokumente und Materialien zur Biographie. Dritte, völlig neubearbeitete Auflage (= Philosophische Bibliothek, Band 238a). In: Hegel-Studien. Band15, 1980, S.319–324, JSTOR:26597213.
↑MartinBondeli:Review of Gesammelte Werke, Band I: Frühe Schriften I. In: Zeitschrift für philosophische Forschung. 45. Jahrgang, Nr.2, 1991, ISSN0044-3301, S.322–326, JSTOR:20483385.
↑EmilioBrito:Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Frühe Schriften I (= Gesammelte Werke, 1), édité par Friedhelm Nicolin et Gisela Schüler. 1989. In: Revue Théologique de Louvain. 22. Jahrgang, Nr.3, 1991, S.401–404 (persee.fr).