
Der Friedhof Aldingen ist ein im Jahr 1597 angelegter und mit mehrfachen Erweiterungen bis heute genutzter Begräbnisplatz der baden-württembergischen Stadt Remseck am Neckar. Der Friedhof befindet sich im Stadtteil Aldingen zwischen der Kornwestheimer Straße und der Ludwigsburger Steige. Er ist zur Kornwestheimer Straße hin von einer denkmalgeschützten Mauer begrenzt, welche im Südosten durch ein barockes Rundbogentor, mit einer Inschrift aus dem Jahr 1785, abschließt.
Die Ursprünge des Friedhofs reichen bis ins späte 16. Jahrhundert zurück. Zwischen 1596 und 1598 wütete in Aldingen die Pest. Aufgrund der Seuchengefahr wurde der ursprüngliche Begräbnisplatz im Kirchhof der Margaretenkirche schrittweise aufgegeben und ab 1597 ein neuer "Gottesacker" außerhalb des damaligen Ortes angelegt. Eine erste Erweiterung des Friedhofes erfolgte 1785. Erneute Erweiterungen folgten dann 1952 und 1980. Inzwischen hat der in drei Teile gegliederte Friedhof eine Gesamtfläche von etwa 23.700 m². Im neuesten Friedhofsteil befindet sich die moderne Aussegnungshalle. Im Jahr 1966 wurde in unmittelbarer Nachbarschaft des Friedhofs die Kirche St. Petrus Canisius erbaut, was die Umgebung des Friedhofs bis heute städtebaulich prägt.
Ursprünglich diente der Friedhof als christliche Begräbnisstätte. Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde Aldingens wurden hingegen zunächst auf dem jüdischen Friedhof in Freudental und später auf dem jüdischen Friedhof in Hochberg bestattet. Heute wird der Friedhof Aldingen von der Stadt Remseck am Neckar als Kommunalfriedhof betrieben.
Zu den auf dem Friedhof beerdigten Personen zählen unter anderem Alfred Neubauer (1891–1980), Nikolaus Laing (1921–2013) und Ulf Scharlau (1943–2021).
Auf dem Friedhof Aldingen befinden sich mehrere Gedenksteine, die an verschiedene historische Ereignisse und deren Opfer erinnern:
Koordinaten: 48° 51′ 54,3″ N, 9° 15′ 0,8″ O