| Film | |
| Titel | Friedhof des Satans |
|---|---|
| Originaltitel | Cementerio del terror |
| Produktionsland | Mexiko |
| Originalsprache | Spanisch |
| Erscheinungsjahr | 1985 |
| Länge | 91 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Rubén Galindo junior |
| Drehbuch | Rubén Galindo junior |
| Produktion | Raúl Galindo |
| Musik | Chucho Zarzosa |
| Kamera | Rosalío Solano |
| Schnitt | Carlos Savage |
| Besetzung | |
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Friedhof des Satans, auch Friedhof der Zombies (Original: Cementerio del terror) ist ein mexikanischer Low-Budget Horrorfilm des Regisseurs Rubén Galindo junior aus dem Jahr 1985.
Dr. Camillo Cardan beschäftigt sich seit Jahren mit dem brutalen 17-fachen Serienmörder Devlon, den er für ein unmenschliches Wesen hält. Der Arzt sieht in dem Täter das personifizierte Böse, eine vom Satan besessene Kreatur mit Krallenhänden. Als Devlon eines Tages von der Polizei in Notwehr erschossen wird, plagen den Mediziner alptraumartige Visionen von einer baldigen Wiederkehr. Der alarmierte Cardan kontaktiert daraufhin die örtliche Polizei und empfiehlt dem zuständigen Polizeikommissar eine sichere Feuerbestattung des Leichnams. Dieser missachtet die Warnungen und beharrt auf einer normalen Beerdigung. Cardan bleibt stur und fälscht am Halloweenabend eine richterliche Verfügung, um den Polizeikommissar zu mobilisieren. Gemeinsam mit dem Beamten macht er sich schließlich zur örtlichen Leichenhalle auf, wo Devlon aufgebahrt wird, um dessen leblosen Körper einzuäschern.
Unter dem Vorwand eine Riesenparty zu besuchen, locken zeitlich versetzt drei junge Männer ihre Freundinnen in eine leerstehende Villa, die zuletzt von Devlon bewohnt wurde. Das verwahrloste Gebäude grenzt an den örtlichen Friedhof. In der Abgeschiedenheit versuchen die Männer sich ihren Partnerinnen zu nähern, doch die Laune der Damen ist empfindlich getrübt. Die Feierlichkeiten scheinen zu Ende, als einer der Gastgeber ein mysteriöses schwarzes Buch mit Teufelsbeschwörungen entdeckt. Um die weiblichen Partygäste zu beeindrucken, beschließen die anwesenden Männer aus purer Neugier und naivem Übermut ein satanisches Ritual zur Auferstehung der Toten auszuprobieren. Nach anfänglicher Ablehnung begeistern sich alle für den Plan. Sie entwenden daher heimlich einen besonders angsteinflößenden Toten aus dem Leichenschauhaus – es ist der bärtige Devlon – und erwecken diesen mittels einer Schwarzen Messe zum Leben. Als sich Devlons lebloser Körper inmitten eines aufkommenden Unwetters regt, flüchten die sechs Freunde ins scheinbar rettende Haus. Mit dieser Tat bringen sie sich in höchste Gefahr. Devlon steht auf, wandert zum Haus und tötet nach und nach die sechs Anwesenden.
Unterdessen bemerkt Dr. Cardan im Beisein des Kommissars das Verschwinden von Devlon in der Leichenhalle. Sie stellen Spuren sicher und der Beamte schreibt den vermissten Toten zur Fahndung aus, während Dr. Cardan die Suche nach dem Mörder in Eigenregie aufnimmt.
In einem dritten Handlungsstrang erscheinen fünf Halloween-begeisterte Kinder an besagter Begräbnisstätte, um im Zentrum des Friedhofs ihren Mut unter Beweis zu stellen. Unter den Kindern befinden sich auch zwei Kinder des Polizeikommissars. Nach einer seltsamen Feuererscheinung verlässt die Minderjährigen allerdings die Courage und sie flüchten hilfesuchend in das verlassene Haus, dem Schauplatz jenes blutigen Massakers. Dort findet die Gruppe alsbald die dahingemetzelten Toten des reanimierten Serienkillers. Völlig verängstigt und bedrängt von Devlon fliehen sie über den Friedhof zum Ausgang des Areals. Unglücklicherweise ist in dieser Nacht nicht nur Devlon zu neuem Leben erweckt worden, sondern auch weitere Tote, die sich nun aus ihren Gräbern erheben. Eine gnadenlose Jagd beginnt. Dr. Cardan trifft bei den verzweifelten Kindern ein, die sich pausenlos der Heerscharen von Untoten erwehren. Mit Hilfe von Kruzifixen gelingt es ihm die Bestien auf Distanz zu halten für die bevorstehende Aufgabe, der Vernichtung des satanischen Buches der Erweckung, welches die Kinder am Ende des Films in ein offenes Feuer stoßen. Unmittelbar danach verschwinden die Wiedergänger. Die Kinder werden wie auch Dr. Cardan gerettet. In dem offenen Ende rettet Devlon das von den Flammen stark beschädigte Buch und platziert es auf seinem ursprünglichen Platz.
Der Film wurde in Texas gedreht. Es handelt sich um das Langspielfilmdebüt von Rubén Galindo junior. Die Story ist relativ klar an John Carpenters Klassiker Halloween – Die Nacht des Grauens (1978) angelehnt.
Der Film wurde am 13. Mai 1989 in Deutschland auf Video veröffentlicht. Er wurde am 31. August 1991 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert und am 18. Juli 2016 von der Liste der jugendgefährdenden Schriften gestrichen. der Film wurde mehrfach neu aufgelegt, wobei die Videoversionen von Screen Power und die DVD-Versionen von Laser Paradise eine geschnittene Version beinhalteten.
2021 wurde der Film von seinem 35 mm auf 4K restauriert und auf Blu-Ray neu veröffentlicht.
Es handelt sich bei Friedhof des Satans um einen Low-Budget-Trashfilm, der überwiegend von der Kritik verrissen wurde, aber unter Trashfans Kultstatus erlangte. Frank Drebbin schrieb in seiner Buchreihe Die Angst sitzt neben dir: „Mit Friedhof des Satans hält der Horrorfan eine ziemlich ungewöhnliche Mischung mit Anleihen aus sämtlichen Filmrichtungen in den Händen. Grundgerüst ist eine ähnliche Geschichte wie in Richard Donners Kiddie-Abenteuerfilm Die Goonies. Dazu kommen dann die einschlägigen Splatterszenen im Stile von Freitag der 13. und auch dessen unsäglich dummes Handlungsgefüge (Sex, Mord, Sex, Mord etc.). Allerdings werden hier die Morde in noch extremerer Detailfreudigkeit gezeigt. Alles in allem ist Ruben Galindos Streifen also übliche Dutzendware mit starkem Hang zur Kommerzialisierung, wobei die hölzernen Darsteller nicht gerade viel Positives zum Gesamteindruck beisteuern.“
Peter Osteried schrieb in Haikos Filmlexikon: „‚Ein Horrorschocker in der Tradition von Sam Raimis Tanz der Teufel′ verkündet das Backcover. Dabei fragt man sich einmal mehr, warum jedes billige Filmchen mit einem Klassiker wie Tanz der Teufel verglichen werden muß. Weder wartet Friedhof der Zombies mit harten Schockeffekten, noch mit ausgefallenen Kameraspielchen auf, weswegen ein Vergleich nicht mehr als Marktschreierei ist.“
Harald Ladstätter schrieb auf Filmtipps.at: „Geschwind noch ein paar Hard Facts zum diesem ‚Meisterwerk‘ mexikanischer Zombiefilmkunst: Schauspieler unterirdisch, Synchronisation detto, Spannung mau, Zombie-Makeup gar nicht mal so übel; Gore-Gehalt: Könnte höher sein. Showdown ganz stimmungsvoll, einige Mit-brennenden-Asbest-Anzügen-zwischen-Grabsteinen-herumrennende Stuntmen wurden engagiert. Unfreiwillige Komik: Jede Menge. Ach ja, der Zombie-Anführer sieht wirklich furchterregend aus. Trashfans können bedenkenlos zugreifen.“