Friedrich August Elsasser

Friedrich August Elsasser (* 24. Juli 1810 in Berlin; † 1. September 1845 in Rom) war ein deutscher Architektur- und Landschaftsmaler. Er signierte seine Werke teilweise mit A. Elsasser oder F. August Elsassern.

Leben

Elsasser war ein Sohn armer Eltern und der älterer Bruder des Landschaftsmalers Julius Albert Elsasser (1814–1859). Er besuchte ab 1825 als Freischüler die Kunstakademie seiner Vaterstadt und war dort unter anderem Schüler von Johann Erdmann Hummel, Wilhelm Hensel und Carl Blechen. In den Jahren 1828 bis 1829 fertigte er zahlreiche Ansichten von Berliner Architekturen, die er zuvor teilweise in Aquarell oder in Ölfarben skizzierte. Ab 1830 schuf er mehrere Ansichten der Pfaueninsel bei Potsdam und selbständig komponierte landschaften. Anfang 1831 kam er für einige Jahre nach Italien und am 24. Juli 1832 nach Rom, wo er später zum Kreis von Joseph Anton Koch und den Deutschrömern gehörte. Franz Ludwig Catel unterwies ihn dort darin, Lichteffekte und Farbabstufungen einzusetzen. Von Rom aus unternahm er einige ausgedehnte Studienreisen nach Süditalien und von 1834 bis 1834 nach Sizilien. Er sammelte viele landschaftliche Eindrücke, die er in Skizzen nach der Natur festhielt. 1837 erkrankte er an einem Brustleiden, im Oktober 1840 hielt er sich in Florenz und Pisa auf und reiste im Juni 1843 erneut nach Pisa. In den für seine angeschlagene Gesundheit eher ungünstigen Waldgebieten Calabriens verschlechterte sich sein Zustand zusehends. Der Kunstsammler Carl Ludwig Kuhtz (1809–1889) besaß mehrere seiner Werke, darunter das Ölgemälde Ein Theil des grauen Klosters zu Berlin, eine Italienische Landschaft und eine Malpappe Scholastica bei Subiacco, die nach dessen Tod bei Rudolph Lepke in Berlin versteigert wurden.

Im Jahr 1838 wurde in Elsassers Atelier eine Ausstellung seiner deutschen Künstlerkollegen in Italien veranstaltet.

Grabstelle in Rom („Seinem Andenken von Paul Mendelssohn Bartholdy gewidmet“)

Seit dem 13. März 1841 war er Mitglied der Berliner Akademie und der König von Preußen bewilligte Elsasser noch kurz vor seinem Tod ein Jahresgehalt, ehe er der Lungenschwindsucht erlag. Er wurde auf dem Protestantischen Friedhof in Rom beigesetzt. Der Lithograf Heinrich Elsasser, war ebenfalls sein Bruder.

Ehrungen (Auswahl)

Werke (Auswahl)

Portiko mit Figuren
Südliche Gebirgslandschaft, um 1840, Öl auf Leinwand, Stiftung Situation Kunst, Bochum

Literatur

Commons: Friedrich August Elsasser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Friedrich Noack: Elsasser, Friedrich August. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 10: Dubolon–Erlwein. E. A. Seemann, Leipzig 1914, S. 480–481 (Textarchiv – Internet Archive).
  2. ↑ Katalog der Galerie Kuhtz Berlin Oelgemälde Aquarelle und Zeichnungen neuerer, sowie einiger älterer Meister ersten Ranges. Rudolph Lepke, Berlin 1898, S. 30, 32, 36–37 (Textarchiv – Internet Archive).
  3. ↑ Robert Dohme: Elsaßer, Friedrich August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 6, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 61.
Personendaten
NAME Elsasser, Friedrich August
ALTERNATIVNAMEN Elsasser, Friedr. August; Elsasser, Friedr. Aug.; Elsasser, August; Elsasser, August Friedrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler
GEBURTSDATUM 24. Juli 1810
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 1. September 1845
STERBEORT Rom