Friedrich Gerichten

Friedrich Gerichten (* 6. April 1856 in Zeiskam; † November 1940) war ein deutscher Jurist und Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.

Leben

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften war Friedrich Gerichten als Königlich-bayerischer Oberlandesgerichtsrat beim Oberlandesgericht Zweibrücken tätig. Er engagierte sich in der Politik und wurde Mitglied der Liberalen Vereinigung, die sich 1880 aus der Abspaltung des linken Flügels der Nationalliberalen Partei gebildet hatte und 1884 mit der Deutschen Fortschrittspartei zur Deutschen Freisinnigen Partei fusionierte. Von 1907 bis 1918 hatte er ein Mandat für die bayerische Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete.

Neben seinem parteipolitischen Engagement setzte sich Gerichten intensiv für die Belange der Evangelischen Kirche der Pfalz ein und war bis 1918 Vorsitzender der Generalsynode und übernahm 1920 den Vorsitz der verfassungsgebenden Landessynode.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Karl-Heinz Fix: Handbuch der deutschen evangelischen Kirchen 1918 bis 1949; Organe – Ämter – Personen. Band 2: Landes- und Provinzialkirchen. 2017 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Personendaten
NAME Gerichten, Friedrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Jurist, Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer (Liberale Vereinigung)
GEBURTSDATUM 6. April 1856
GEBURTSORT Zeiskam
STERBEDATUM November 1940
STERBEORT Fellbach