Friedrich Israel (* 3. Januar 1884 in Kassel; † 30. März 1956 in Marburg) war ein deutscher Bibliothekar.
Nach seiner Reifeprüfung am Friedrichsgymnasium Kassel studierte Friedrich Israel Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Wirtschaftsgeschichte und Klassische Philologie an den Universitäten Marburg, Berlin und München und promovierte 1907 an der Universität München bei dem Historiker Karl Theodor von Heigel. Seit dem Studium war er Mitglied der Studentenverbindung Akademischer Gesangverein München im SV. Von 1908 bis 1922 war Israel als Assistent am Königlichen Staatsarchiv in Magdeburg tätig und bearbeitete hier vor allem das Urkundenbuch des Erzstifts Magdeburg. Er lebte zumindest in den 1910er Jahren in der Kaiser-Friedrich-Straße (heute Gerhart-Hauptmann-Straße) 28 im Magdeburger Stadtteil Wilhelmstadt. Als Schreibweise seines Namens war auch Israël gebräuchlich. Im Jahre 1922 wurde er Oberbibliothekar an der Landesbibliothek Kassel und 1940 dort stellvertretender Bibliotheksdirektor. Er leitete die Handschriftenabteilung. Während seiner letzten Dienstjahre von 1942 bis 1948 arbeitete er in Marburg an den in das Hessische Staatsarchiv ausgelagerten Handschriften der 1941 im Zweiten Weltkrieg zerstörten Landesbibliothek Kassel.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Israel, Friedrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bibliothekar |
| GEBURTSDATUM | 3. Januar 1884 |
| GEBURTSORT | Kassel |
| STERBEDATUM | 30. März 1956 |
| STERBEORT | Marburg |