Friedrich Karl Luckwaldt (* 25. November 1875 in Stettin; † 10. Dezember 1945 in Rostock) war ein deutscher Historiker.
Friedrich Luckwaldt war der Sohn des Kaufmanns Karl Luckwaldt und der Emma Mertens. Von 1884 bis 1893 besuchte er das Marienstiftsgymnasium in seinem Geburtsort Stettin. Anschließend studierte er zunächst Germanistik und ab 1894 Geschichte an den Universitäten in Berlin, Heidelberg, Tübingen, Wien und Göttingen. Zu seinen akademischen Lehrern gehörten Max Lehmann, Hans Delbrück, Paul Fridolin Kehr und Dietrich Schäfer. 1897 wurde er bei Lehmann in Göttingen zum Dr. phil. promoviert mit der Dissertation „Österreichs Friedensverwendung zu Beginn des Befreiungskrieges von 1813“. Nach einigen Auslandsreisen habilitierte sich Luckwaldt 1900 an der Universität Bonn, betreut von Friedrich von Bezold, im Fach Mittlere und Neuere Geschichte mit einer Arbeit über den Frieden von Campo Formio. Danach war er in Bonn als Privatdozent tätig. Ab 1907 lehrte er als ordentlicher Professor für Geschichte an der Technischen Hochschule Danzig. 1935 wurde er emeritiert.
Luckwaldt leitete den „Danziger Landesverband deutscher Historiker“, der gegründet worden war, um Danzigs Sitz im Internationalen Ausschuss für Geschichtswissenschaft wahrnehmen zu können. Er publizierte Schriften zur Geschichte und Weltpolitik wie Deutschland, Russland, Polen (1929), von denen später Nachdrucke veröffentlicht wurden. Sein Buch Geschichte der Vereinigten Staaten (1920) wurde auch ins Englische übersetzt und erschien in den USA.
Bis zur Umsiedlung nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Luckwaldt in Danzig (Rennerstiftsgasse 3, heute ul. Gdyńskich Kosynierów). 70-jährig starb er im Dezember 1945 in Rostock.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Luckwaldt, Friedrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Luckwaldt, Friedrich Karl (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker |
| GEBURTSDATUM | 25. November 1875 |
| GEBURTSORT | Stettin |
| STERBEDATUM | 10. Dezember 1945 |
| STERBEORT | Rostock |