Friedrich Pollak, auch Fritz Pollak (* um 1881), war ein österreichischer Kunstschriftsteller und -historiker, der in den Jahren 1905 bis 1914 in Wien aber auch in Rom tätig war.
Pollak hatte ein Kunstgeschichtsstudium abgebrochen. Er verfasste biografische Beiträge zu Künstlern, Kunstobjekten oder Ausstellungen. Seine Beiträge erschienen unter anderem in Zeitschriften und Zeitungen, in den Bänden 3–6 und 10 des Allgemeinen Lexikons der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart und in den Bänden 52–54 der Allgemeinen Deutschen Biographie.
Er gehörte 1909 mit Bronisław Huberman, Elsa Galafres, den Schriftstellern Hermann Bahr, Hugo Ganz, Stefan Großmanji, Alfred Polgar, Siegfried Trebitsch und Stefan Zweig einem Komitee an, das für eine Sammlung zur Schaffung einer lebensgroßen Bronzestatue nach einer Büste der Bildhauerin Elsa Kalmár von Kövesshaza zu Ehren des verstorbenen Burgtheaterdarstellers Josef Kainz geschaffen werden sollte.
Im Jahr 1914 wurde er als Betrüger verhaftet, weil er angeblich im Namen des Berliner Museumsdirektors Geheimrat Wilhelm von Bode Kunstsammler und Kunstfreunde aus Wien dazu veranlasste ihm eine Summe von 120,000 Mark zu übergeben. Er hatte ihnen vermittelt, dass er mit einem verarmten Italiener in Kontakt stehe, der aufgrund seiner schlechten Vermögensverhältnisse gezwungen sei, wertvolle Kunstschätze zu verkaufen. Zur Bestätigung legte er einen Brief mit dem Stempel des Königlichen Museums in Berlin vor, der angeblich die Unterschrift von Bodes trug. Dieser Brief stellte sich als Fälschung heraus. 1915 wurde er wegen Betrugs zu zwei Jahren schweren Kerkers verurteilt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pollak, Friedrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Pollak, Fritz |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Kunsthistoriker |
| GEBURTSDATUM | um 1881 |
| STERBEDATUM | 20. Jahrhundert |