Aus der 1951 geschlossenen Ehe mit Christa Eisel, geborene Lörsch, gingen zwei Kinder hervor, der Maler und Grafiker Paul Eisel und die Journalistin und Autorin Carla Kalkbrenner. Zu seinen Enkeln gehören die Musiker und Musikproduzenten Paul und Fritz Kalkbrenner.
Einer Potsdamer Legende nach wurden auf der Westseite die Mosaike bei der Endmontage falsch eingesetzt. Angeblich sollte eigentlich über drei Flächen hinweg ein angeschnittener Planet zu sehen sein. Bei der Montage wären jedoch dessen äußere Flächen vertauscht und die links montierte Fläche um 180Grad verdreht eingebaut worden. Dem widersprach Eisels Schwiegersohn Jörn Kalkbrenner in einem Interview:
„Die rechte Tafel gehöre nach links, heißt es, und die linke, um 180 Grad gedreht, nach rechts, damit für den Betrachter eine durchgehende Erdkrümmung entsteht. Genau das wollte Fritz Eisel nicht. Er wollte diesen Bruch. Außerdem war er regelmäßig bei der Montage dabei und hätte gegen jeden Pfusch am Bau doch gleich lautstark protestiert.“
Zwei Mosaike an der Fassade zur Breiten Straße zeigen nach Westen fliegende MiG-Kampfflugzeuge, die „durchaus als militärische Drohgebärde verstanden werden können“.
Wandgemälde (1961, Öl, 6 × 3 m; Wittstock/Dosse, Sitzungssaal des Rathauses)
Bilderwand mit verschiedenen Motiven (1963, Ölbilder in verschiedenen Formaten auf Leitergerüst. Eisenhüttenstadt, Straße der Republik, Konditorei)
Moderner Gartenbau (1965; Entwurf für ein Farbglasfenster; Antikfarbglas mit Bleiverglasung. 1,20 × 3,00 m; technische Ausführung Katharina Peschel; Werder, Eingangsbereich der Fachschule für Gartenbau I. P.Lenné)
Dekorative Gestaltung von Säulen (1967; Entwurf für Mosaik, ca. 1,50 × 1,00 m; techn. Ausführung durch Sabine Schölzel von der damaligen Firma Katharina Peschel; Treppenhaus der damaligen Poliklinik im Krankenhaus Hoyerswerda-Neustadt)
Aspekte der elektronischen Datenverarbeitung (1972; Entwurf für Fassadengestaltung in Glasmosaik; 18 Tafeln je 3,00 × 3,80 m; Potsdam, Dortustraße, Erdgeschoss des Rechenzentrums Potsdam; technische Ausführung durch Fa. Peschel)
Entwurf für einen Teppich
Rouen (1969, Entwurf für Knüpfteppich, Wolle, 1,50 × 6,50 m; Ausführung durch Christine Dettmar aus Neuruppin; Potsdam, Raum "Rouen" des Interhotels Potsdam)
1966: Berlin, Neue Berliner Galerie im Marstall („Wir lieben das Leben. Malerei, Grafik, Plastik in der Deutschen Demokratischen Republik“)
1976: Dresden, Albertinum („200 Jahre Malerei in Dresden“)
1986: Cottbus, Staatliche Kunstsammlungen („Soldaten des Volkes - dem Frieden verpflichtet. Kunstausstellung zum 30. Jahrestag der Nationalen Volksarmee“)
Literatur
Günter Heß: Jetzt strömt das Leben reicher. Zur ideologisch-künstlerischen Entwicklung Fritz Eisels. In: Bildende Kunst, Berlin, 3/1962, S. 128–133
Peter Sager: Unterwegs zu Künstlern und Bildern – Reportagen und Porträts. DuMont Buchverlag, Köln 1988, S. 192–199.
Henry Schumann: Ateliergespräche. E. A. Seemann Verlag, Leipzig 1976, S. 37–55, 281/282
↑Rainer Krauß:spektrum – Bildende Künstler der DDR an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste Weimar 1946–1951. Hrsg.: Kunstsammlungen zu Weimar. Druckhaus Weimar, Weimar 1979.
↑Erika Herbrig:Chefin in Cecilienhof. Die Leiterin der Gedenkstätte des Potsdamer Abkommens erinnert sich. Hrsg.: Traugott Kreysing. Verlag am Park, Berlin 2020, ISBN 978-3-947094-70-7, S.46–47.
↑Fritz Eisel.In:Kunst in der DDR.Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V.,abgerufen am 24.Januar 2021.
↑Andreas Kitschke: Die Garnisonkirche Potsdam. Krone der Stadt und Schauplatz der Geschichte. Bebra-Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-86124-694-7, S. 197.
↑Stephan: Fritz Eisels Monumentalgemälde für ein Rathaus. In: Das Blatt des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands. Berlin, 10/1961, S. 8–9
↑Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 5 Dresden, Cottbus, Frankfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973, S. 152/153
↑Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Baukatalog Teil 4, Potsdam. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, S. 36/37
↑Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 5 Dresden, Cottbus, Frankfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973, S. 100/101