Froschgrund

Alte Schule in Weißenbrunn

Froschgrund war eine Gemeinde im Landkreis Coburg, Oberfranken, Bayern. Verwaltungssitz war Weißenbrunn.

Geschichte

Die Gemeinde Froschgrund entstand am 1. Januar 1971, zu Beginn der großangelegten Gebietsreform in Bayern. Sie war ein Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Fischbach, Fornbach, Mittelberg, Schönstädt, Waltersdorf und Weißenbrunn vorm Wald.

Im Jahr 1975 wurden Pläne der Regierung von Oberfranken bekannt, Froschgrund nach Rödental einzugemeinden. Bei einer Bürgerbefragung stimmten von 713 Bürgern 705 für die Eigenständigkeit. Eine Petition an den Bayerischen Landtag, eine Klage vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof und eine Verfassungsklage beim Bundesverfassungsgericht waren erfolglos.

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde aufgelöst und in die Gemeinde Rödental eingegliedert, die am 23. September 1988 zur Stadt erhoben wurde.

Einwohnerzahlen der ehemals selbständigen Gemeinden

 Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap
Ehemalige
Gemeinde
Fläche
km²
Einwohner
1970
Einwohner
2017
BemerkungWGS-84
Fischbach 0,4813993 50° 20′ 26″ N, 11° 2′ 8″ O
Fornbach 3,096941mit Taimbach♁50° 20′ 19″ N, 11° 0′ 18″ O
Mittelberg 1,64313236 50° 19′ 57″ N, 11° 1′ 55″ O
Schönstädt 1,168954 50° 20′ 42″ N, 11° 1′ 41″ O
Waltersdorf 2,1812071mit Gereuth♁50° 19′ 26″ N, 11° 1′ 55″ O
Weißenbrunn vorm Wald 4,30355243 50° 21′ 21″ N, 11° 0′ 30″ O
Froschgrund 12,851085738 50° 20′ 30″ N, 11° 1′ 43″ O

Einzelnachweise

  1. ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 152 (Digitalisat).
  2. ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 442.
  3. ↑ Michael Scholz: AMNEM VISPACH 1162–2012. Ein Beitrag zur 850-Jahr-Feier des Stadtteils Fischbach am 9. und 10. Juni 2012. Rödental 2012. S. 37
  4. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 680 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  5. ↑ Stadt Rödental: Einwohnerstatistik 2017 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  6. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950 (= Statistik der Bundesrepublik Deutschland. Band 33). W. Kohlhammer, Stuttgart/Köln 1952, S. 153 (Digitalisat [PDF; 27,1 MB]).

Koordinaten: 50° 21′ N, 11° 2′ O