Fuchsenbigl

Fuchsenbigl (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Fuchsenbigl
Fuchsenbigl (Österreich)
Fuchsenbigl (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gänserndorf (GF), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gänserndorf
Pol. Gemeinde Haringsee
Koordinaten 48° 11′ 59″ N, 16° 44′ 47″ OKoordinaten: 48° 11′ 59″ N, 16° 44′ 47″ Of1
Höhe 150 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 346 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 3,52 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03517
Katastralgemeindenummer 06205
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
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346

BW

Fuchsenbigl (früher auch Fuchsenbühel) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Haringsee im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 346 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1970 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.

Geografie

Das Dorf liegt westlich von Haringsee und besteht weiters aus den Häusergruppen Versuchsstationen Fuchsenbigl und Zuckerforschungsinstitut. Durch den Ort führt die Landesstraße L3008, in die hier die L3009 einmündet. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 154 Adressen.

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 34 Häusern genannt, das nach Haringsee eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Eckartsau besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Fuchsenbigl zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, zwei Milchversorger, zwei Schuster, eine Stechviehhändler, ein Wasenmeister und mehrere Landwirte ansässig. Zudem gibt das die Land- und forstwirtschaftliche Betriebs-GmbH als Versuchsstation.

1964 wurde bei Fuchsenbigl die Weltmeisterschaft im Pflügen ausgetragen, die erste in Österreich.

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Ortsgemeinden Haringsee, Fuchsenbigl und Straudorf.

Ethnographie

Der Ort ist Teil der kroatischen Sprachinsel im Marchfeld.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Fuchsenbigl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 33. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Januar 2025.
  3. ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 180f (Fuxenbigl in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 245
  6. ↑ Karl Freiherr von Czoernig: Ethnographie der österreichischen Monarchie. 1 Band, k.k. Staatstruckerei, Wien 1857, S. 138