| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 7′ N, 9° 56′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Bad Kissingen | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Elfershausen | |
| Höhe: | 208 m ü. NHN | |
| Fläche: | 18,3 km² | |
| Einwohner: | 1866 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 102 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97727 | |
| Vorwahl: | 09732 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KG, BRK, HAB | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 72 124 | |
| Gemeindegliederung: | 1 Gemeindeteil | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Marktstr. 17 97727 Elfershausen | |
| Website: | fuchsstadt.de | |
| Erster Bürgermeister: | René Gerner (ZAG (Zukunft Aktiv Gestalten)) | |
| Lage der Gemeinde Fuchsstadt im Landkreis Bad Kissingen | ||

Fuchsstadt ist eine Gemeinde und ein Pfarrdorf im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen (Bayern) und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Elfershausen.
Die Gemeinde liegt im Tal der Fränkischen Saale, das von den Ausläufern der Bayerischen Rhön umschlossen wird. Von der Kohlenbergkapelle, in deren Nähe seltene Silberdisteln und Küchenschellen wachsen, hat man Aussicht auf den Ort, das Saaletal, Schloss Saaleck, Hammelburg und dessen Weinberge, die Erdfunkstelle der Firma Intelsat sowie den Sodenberg als höchste Erhebung. Ein Waldlehrpfad führt durch den Fuchsstädter (im Dialekt: Fuschter) Wald und zeigt die abwechslungsreiche heimische Fauna und Flora. In der Nähe liegen viele Sehenswürdigkeiten, z. B. die Trimburg, Schloss Saaleck, Ruine Botenlauben. Auch der Kreuzberg in der Rhön und die Städte Würzburg, Schweinfurt und Bad Kissingen sind nicht weit. Durch Fuchsstadt verläuft der Fränkische Marienweg.
Außer dem Hauptort gibt es keine weiteren Gemeindeteile.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Fuchsstadt. Sie hat eine Fläche von 18,288 km² und ist in 2651 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6898,53 m² haben.
Fälschlicherweise wird oft angenommen, der Name Fuchsstadt habe etwas mit einem Fuchs, der auch im Gemeindewappen abgebildet ist, zu tun. Der Name besteht aber aus dem Personennamen des Ortsgründers Fusso und dem althochdeutschen Grundwort stat, das Wohnstätte bedeutet. Als Erklärung ergibt sich daraus „Wohnstätte des Fusso“.
Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:
|
|
Umgangssprachlich wird Fuchsstadt in der Region als „Fuscht“ bzw. dessen Einwohner als „Fuschter“ bezeichnet. Dies findet sich auch in vielen Vereinsnamen wieder, beispielsweise „Fuschter Euls e.V.“, „Fuschter Musikanten e. V.“ oder „Fuschter Faschingsclub e.V.“.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Fuchsstadt 907 als Phusestat in einer Urkunde des ostfränkischen Königs Ludwig das Kind, die einen Gütertausch zwischen dem Kloster Echternach und dem Kloster Fulda bestätigt.
Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, kam bei der Säkularisation 1803 zu Bayern, wurde 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Fuchsstadt ist Sitz der römisch-katholischen Pfarrei Mariä Himmelfahrt.
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1482 auf 1826 um 344 Einwohner bzw. um 23,2 % – der höchste prozentuale Zuwachs im Landkreis im genannten Zeitraum. Quelle: BayLfStat
Seit der Kommunalwahl 2020 sind die Sitze im Gemeinderat wie folgt verteilt (in Klammern die Mandate in der Amtszeit 2014–2020):
René Gerner (ZAG (Zukunft Aktiv Gestalten)) ist seit 1. Mai 2020 Erster Bürgermeister; dieser wurde in der Stichwahl am 29. März 2020 mit 56,0 % der Stimmen gewählt. Seine Vorgänger waren
| Blasonierung: „In Rot zwei silberne Balken, aufgelegt ein von Gold und Rot wechselnd geteilter Fuchs.“ | |
| Wappenbegründung: Der Fuchs steht redend für den Ortsnamen. Die beiden silbernen Balken im roten Feld sind das Wappen der Herren von Fuchsstadt. Dieses Ortsadelsgeschlecht war mit den fuldischen Besitzungen im Gemeindegebiet belehnt. Das Fürststift Fulda ist seit 907 in Fuchsstadt belegt.
Dieses Wappen wird seit 1959 geführt. |


Die auffälligste Wirtschaftseinrichtung in Fuchsstadt ist wohl die Erdfunkstelle Fuchsstadt, die sich heute im Besitz der Firma Intelsat befindet. Vor allem die beiden Klasse-A-Antennen mit 32 Meter Durchmesser sind schon fast so etwas wie das Wahrzeichen von Fuchsstadt.
Fuchsstadt ist leicht über die Bundesautobahn 7 (Ausfahrt Hammelburg) auf der Bundesstraße 287 zu erreichen. Durch das benachbarte Hammelburg verläuft die Bahnstrecke Gemünden–Bad Kissingen.
2005 gab es folgende Einrichtungen: