Die Cordes & Graefe KG ist die Holding der Gesamtgruppe. Sie fasst die Ergebnisse von rund 300 Unternehmen des In- und Auslands in einem Konzernabschluss zusammen. Neben den Tochterunternehmen im Groß- und Fachhandel sind einige Tochtergesellschaften mit Holding- bzw. Dienstleistungsfunktionen für die Gruppe betraut.
Innerhalb der Gesamtgruppe verantworten spezifische Teilgruppen definierte Geschäftsfelder:
Die EFG-Gruppe ist für den Elektrobereich zuständig.
GC Großhandels Contor GmbH - Führungsgesellschaft diese Produktbereichs, Bremen
18 Standorte + 5 Fachabteilungen bundesweit:
Bär & Ollenroth, Berlin
Collin, Duisburg
Cordes & Graefe Brand, Bielefeld
Cordes & Graefe Emden, Emden
Diener, Stade
Gienger Franken, Wendelstein
Gienger, Markt Schwaben
Gienger Südwest, Kornwestheim
Hanse, Barsbüttel
Hessen, Obertshausen
Holzhauer, Merzig
Maashofer, Grevenbroich
Niederrhein, Niederzier
Rheinland, Hennef
Sachsen, Chemnitz
Schwemann & Heuser, Langenhagen
Specht, Rastede
Westfalen, Bergkamen
Die HTI & TFG-Gruppe deckt den Bereich des Tiefbaus und der Industrietechnik ab
Die in der Gesamtgruppe zusammengeschlossenen Unternehmen agieren vor Ort eigenständig, tauschen sich aber aus und nutzen den gemeinsamen Marktauftritt. Der fünfköpfige Beirat unter dem Vorsitz von Bernhard Haider, ehemaliger persönlich haftender Gesellschafter der BÄR & OLLENROTH KG, wirkt als strategische Instanz, setzt Impulse für unternehmerische Weiterentwicklung und unterstützt die zukunftsorientierte Ausrichtung der Unternehmensgruppe.
Geschichte
Früherer LKW von Cordes & Graefe
Am 1. November 1921 gründeten August Cordes und Alfred Graefe in Bremen den Röhrengroßhandel Cordes&Graefe. Diese Keimzelle der heutigen GC-Gruppe verkaufte zunächst nur Röhren. 1933 übernahm Friedrich Carl Hollweg einen Anteil. August Cordes vermachte seinem Sohn Hans Cordes kurz darauf Anteile des Unternehmens. Hollweg und Cordes bauten den Röhrenhandel zum Großhandel für Haustechnik aus.
In den 1950er/1960er Jahren folgte ein Generationenwechsel bei Cordes&Graefe. Uwe Hollweg (1937–2024) trat 1956 in das Unternehmen ein. Gemeinsam mit seinem Bruder Klaus Hollweg (1942–2023) leitete er das Unternehmen ab den 1960er Jahren. Unter ihrer Regie fiel 1966 mit der Vertriebsweg-Erklärung die wichtigste geschäftspolitische Entscheidung. Cordes&Graefe legte damit den dreistufigen Vertriebsweg fest; das Unternehmen konzentrierte sich ausschließlich auf den Verkauf an Fachhandwerker.
Das Großhandels-Contor wurde 1975 in Bremen durch die Unternehmen Cordes & Graefe, Wilhelm Gienger KG (München), Wilhelm Gienger GmbH (Kornwestheim), Pfeiffer & May AG (Karlsruhe) und Gottschall & Sohn (Düsseldorf) als Kooperationsgesellschaft gegründet. Stärkster Partner dieser Kooperation, GC-Gruppe genannt, war – seit 1987 unter Einschluss der Wilhelm Gienger KG – Cordes & Graefe.
Ende der 1980er Jahre übernahm die GC-Gruppe den Haustechnik-Handelsbereich von Krupp. Anfang 1993 folgte die Übernahme der ostdeutschen Maschinenbau- und Technikhandel Gesellschaften (MBH) mit Zustimmung der Treuhandanstalt. 1998 folgte der Kauf der Haustechnik der Mannesmann AG. Ein Jahr später übernahm die Gruppe die Großhandelssparte von Brötje.
Die Gruppe machte 1994 den Bereich Tiefbau und Industrietechnik zur HTI-Gruppe (Handel für Tiefbau und Industrietechnik). Seit 2002 wurden auch die Elektro-Aktivitäten in einer Gruppe, der EFG-Gruppe, zusammengefasst; 2013 folgte der Spezialbereich Dachtechnik als DTG-Gruppe, 2020 schließlich die ITG-Gruppe für den Industrietechnik-Großhandel.
↑G.U.T. Gebäude- und Umwelttechnik KG: Neueintragung ins Handelsregister. Bekanntmachung im Bundesanzeiger vom 8. November 2018.
↑Wilfried Hinrichs: Wie Cordes & Graefe Grenzen überwindet. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 7. Oktober 2016. Sylvia vom Hofe: Sanitär-Händler will für neue Jobs in Selm sorgen. In: Ruhr Nachrichten (Lünen), 24. Januar 2020.
↑Die Produkte gehen dabei vom Hersteller an den Großhändler, dieser verkauft an den Fachhändler, dieser wiederum an den Endverbraucher. Siehe am Beispiel des Herstellers Vaillant Cam-Mai Brasch, Kerstin Köder, Reinhold Rapp: Praxishandbuch Kundenmanagement. Grundlagen, Fallbeispiele, Checklisten - nach dem ULTIMA-Ansatz, Wiley-VCH-Verlag, Weinheim 2007, S. 57 f, ISBN 978-3-527-50250-9.