Gabisgarten

Als Gabisgarten werden im nördlichen Oberbayern kleine Flurstücke bezeichnet, auf denen die Bevölkerung für den eigenen Bedarf Gemüse, vorwiegend Kraut, anbaute.

Lage und Größe

Gabisgärten liegen an den Ortsrändern, sie grenzen direkt aneinander und jeder Hof hatte seine eigene Parzelle. Örtlich unterschiedlich ist eine Parzelle eines Gabisgartens etwa 10 m breit, die Länge variiert von etwa 50 bis 70 m.

Herleitung

Im Ursprung lateinisch, geht das Wort auf mittellateinisch caputium (Kohlkopf) zurück, das seinerseits von lateinisch caput (Kopf) abgeleitet ist. Im Althochdeutschen lautete die Form kabuz, im Mittelhochdeutschen kabez. Im bairischen Dialekt entstand daraus Gabis.

Verbreitung

Gabisgärten kamen und kommen etwa im Bereich Schrobenhausen, Ingolstadt und Pfaffenhofen an der Ilm vor. Heute erinnern zumeist nur mehr Flur- oder Straßennamen an die einstige Nutzung:

Einzelnachweise

  1. ↑ Kappes – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele. 29. April 2021, abgerufen am 21. Mai 2026.