Gaubitsch

Gaubitsch
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Gaubitsch
Gaubitsch (Österreich)
Gaubitsch (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 22,48 km²
Koordinaten: 48° 39′ N, 16° 23′ OKoordinaten: 48° 39′ 0″ N, 16° 23′ 0″ O
Höhe: 229 m ü. A.
Einwohner: 945 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 42 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2154
Vorwahl: 02522
Gemeindekennziffer: 3 16 11
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Gaubitsch 2
2154 Gaubitsch
Website: www.gaubitsch.at
Politik
Bürgermeister: Franz Popp (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(15 Mitglieder)
13
2
13 2 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Gaubitsch im Bezirk Mistelbach
Lage der Gemeinde Gaubitsch im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)AltlichtenwarthAsparn an der ZayaBernhardsthalBockfließDrasenhofenFalkensteinFallbachGaubitschGaweinstalGnadendorfGroßengersdorfGroßebersdorfGroßharrasGroßkrutHausbrunnHerrnbaumgartenHochleithenKreuttalKreuzstettenLaa an der ThayaLadendorfMistelbachNeudorf im WeinviertelNiederleisOttenthalPillichsdorfPoysdorfRabensburgSchrattenbergStaatzStronsdorfUlrichskirchen-SchleinbachUnterstinkenbrunnWildendürnbachWilfersdorf (Niederösterreich)Wolkersdorf im WeinviertelNiederösterreich
Lage der Gemeinde Gaubitsch im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Kirchenhügel mit Aufgang, Pfarrkirche, Pfarrhof und ganz rechts das Gemeindeamt
Kirchenhügel mit Aufgang, Pfarrkirche, Pfarrhof und ganz rechts das Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gaubitsch ist eine Gemeinde mit 945 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Von 1972 bis Ende 1994 war Gaubitsch Teil der kurzlebigen Gemeinde Gartenbrunn.

Geografie

Die Gemeinde Gaubitsch liegt im nördlichen Weinviertel in Niederösterreich, acht Kilometer südlich von Laa an der Thaya am Rand des Hügellandes, das die Laaer Ebene im Süden begrenzt. Die Fläche der Gemeinde umfasst 22,47 Quadratkilometer. 3,47 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altenmarkt, Gaubitsch und Kleinbaumgarten. Die Gemeinde gehört zur Kleinregion Land um Laa.

Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung wurden mit 1. Jänner 1970 die ehemals eigenständigen Gemeinden Altenmarkt und Kleinbaumgarten nach Gaubitsch eingemeindet. Am 1. Jänner 1972 wurden Gaubitsch und Unterstinkenbrunn zur Gemeinde Gartenbrunn vereinigt. Mit 1. Jänner 1995 wurde die Zusammenlegung rückgängig gemacht.

Nachbargemeinden

Unterstinkenbrunn Laa an der Thaya
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Fallbach
Stronsdorf Gnadendorf

Geschichte

Der Raum weist eine neolithische und latènezeitliche Besiedlung auf, der Ort Gaubitsch wurde 1055 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche, die sich auf einem Hügel in der Mitte der Ortschaft befindet, ist die älteste der Umgebung. Ihr Glockenturm wurde in Kriegszeiten mehrmals zerstört. Das Alter der Gemeinde Gaubitsch reicht bis in das 11. Jahrhundert zurück – 1055 erschien in einer Schenkungsurkunde Kaiser Heinrichs III. der Ort als „villa Gevvatisprunnen“ oder „Gouuazesbrunnen“, 1147 als „Gawats“ nach dem slawischen Personennamen für „Schmied“.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Gaubitsch ein Arzt, ein Bäcker, ein Baumeister, ein Binder, zwei Fleischer, ein Friseur, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Glaser, eine Hebamme, ein Maurermeister, zwei Schmiede, zwei Schuster, ein Tischler, zwei Wagner und ein Zimmermeister ansässig. Außerdem gab es eine Kinder-Bewahranstalt der Missionsgesellschaft Regina Apostolorinnen.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, zwischen 18. April und 8. Mai 1945, wurde Gaubitsch Schauplatz heftiger und wechselvoller Kämpfe zwischen Truppen der Wehrmacht und der Roten Armee, bei denen rund 40 % der Ortschaft zerstört wurden. Mehrere Zivilisten kamen dabei ums Leben. In Kleinbaumgarten fanden Infanteriegefechte mit Granatwerfereinsatz statt, wobei fünf Zivilpersonen getötet wurden.

Einwohnerentwicklung

Von 1981 bis 2001 waren sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz positiv. Von 2001 bis 2011 gab es eine starke Abwanderung.

Gaubitsch: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.106
1880
  
1.076
1890
  
1.117
1900
  
1.096
1910
  
1.092
1923
  
1.096
1934
  
1.039
1939
  
1.024
1951
  
1.016
1961
  
912
1971
  
911
1981
  
873
1991
  
884
2001
  
937
2011
  
886
2021
  
881
2026
  
945
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Gaubitsch
Kellergasse Bergzeile
Theater

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 21, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 68. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 426. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,42 Prozent.

Bildung

In Gaubitsch befinden sich ein Kindergarten und eine Volksschule.

Sicherheit

Feuerwehr
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Motiv: Feuerwehrhaus

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BW

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Gaubitsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Gaubitsch. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2025, abgerufen am 9. Juni 2025.
  2. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  3. ↑ Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 27. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 9. Juni 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 047/1970)
  4. ↑ Verordnung über die Trennung der Gemeinde Gartenbrunn auf ris.bka.gv.at
  5. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 249
  6. ↑ Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
  7. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Gaubitsch. (PDF) Abgerufen am 18. September 2020.
  8. ↑ Lt. Infotafel beim Objekt; eingesehen am 9. Sep. 2017
  9. ↑ Auszeichnung als beliebtester Verein in Niederösterreich
  10. ↑ Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 25. Oktober 2020.
  11. ↑ Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 2. Oktober 2020.
  12. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Gaubitsch. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 19. März 2020.
  13. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Gaubitsch. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 19. März 2020.
  14. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Gaubitsch. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 19. März 2020.
  15. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Gaubitsch. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 19. März 2020.
  16. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Gaubitsch. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 19. März 2020.
  17. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Gaubitsch. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 19. März 2020.
  18. ↑ Franz Popp ist neuer Bürgermeister in Gaubitsch meinbezirk.at, 3. Mai 2022.