Heller Group

HELLER Gruppe
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Rechtsform Heller Holding SE & Co. KGaA vertreten durch die Heller Management SE
Gründung 1894
Sitz Nürtingen, Deutschland
Leitung Brandon Hyuk Kim (COO), Andreas Müßigmann (CAO), Thorsten Schmidt (CEO), Chang Soo Son (Sonderprojekt “HELLER New Business”), Simon Seung Ju Song (CFO), Sung Won Park (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiterzahl 2.000
Umsatz 537 Mio. EUR (2024)
Branche Werkzeugmaschinenbau
Website www.heller.biz
Stand: 28. Februar 2026

Heller (Eigenschreibweise: HELLER) (Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH) wurde im Jahr 1894 von Hermann Heller in Nürtingen (Baden-Württemberg) als Handwerksbetrieb gegründet. Inzwischen entwickelt und produziert die Unternehmensgruppe CNC-Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme für die spanende Bearbeitung. Der Maschinenbauer beschäftigt insgesamt 2000 Mitarbeiter.

Geschichte

Am 7. Februar 1894 wurde die Firma „Hermann Heller Handelsgeschäft und Produktion von geschützten Artikeln und Uhrmacherwerkzeug“ von dem 25-jährigen Hermann Heller (1869–1931) gegründet. Die Belegschaft bestand zunächst aus sieben Gesellen und drei Lehrlingen. Man produzierte Schraubstöcke, Schornsteinaufsätze, Ventilatoren sowie Wendeltreppen.

Mit der Herstellung von Kaltkreissägemaschinen zum Sägen von Metallen sowie der Fertigung von Sägeblattschärfmaschinen und Gewindeschneidapparaten erfolgte 1898 der Einstieg in den Maschinenbau. Die ursprüngliche Firma wurde am 5. Januar 1900 von der „Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH“, gegründet von den Brüdern Ernst (1866–1936) und Hermann Heller, abgelöst.

Mit der Bildung des Dritten Reichs 1933 begann ein lang dauernder Konjunkturaufschwung. Werkzeugmaschinen waren zwar keine Rüstungsprodukte, wurden aber zu deren Fertigung benötigt. Mit Spezialmaschinen zum Fräsen und Schneiden von Metallen in der Automobil- und Rüstungsindustrie und einer Hydrauliksparte war Heller ein wichtiger Zulieferer für diese Industrien. In den Kriegsjahren, in denen die Produktion ausgelastet war, reichte das Personal immer weniger aus. Ab 1941/42 wurden mehr und mehr Beschäftigte der Firma Heller eingezogen. Die Lücken, welche Facharbeiter ließen, konnten mit ungelernten Kräften gefüllt werden. Zudem setzte Heller ausländische Zwangsarbeiter ein, die unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten mussten. Die Zwangsarbeiter stammten aus verschiedenen Teilen Europas; die Heller-Maschinenfabrik führte zur „Disziplinierung“ der Zwangsarbeiter ein firmeneigenes Arbeitserziehungslager.

Nach dem Tod der beiden Gründerväter Hermann und Ernst Heller führte die zweite Generation mit Hermann Heller Junior und seinen beiden Brüdern Rolf und Werner Heller das Unternehmen weiter. In den 1950er Jahren folgte der Bau von Transferstraßen, etwa für die Automobilindustrie. In den 1960er Jahren schließlich übernahm die dritte Generation mit Hubert und Berndt Heller die Führung in der Maschinenfabrik und entwickelte die Firma zu einer Unternehmensgruppe mit internationalen Standorten. Seit den 1970er Jahren expandierte Heller und eröffnete Produktionsstandorte in England, Brasilien, USA und China.

Heller entwickelte gemeinsam mit Daimler ein serienreifes thermische Spritzverfahren CBC (CylinderBoreCoating), welches die Prozesskette der Kurbelgehäusefertigung erweitert, wofür die beiden Firmen 2013 den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) bekamen.

Am 28. Januar 2026 schloss DN Solutions die Übernahme der Anteile von Heller ab. Heller ist somit eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von DN Solutions.

Struktur

Heller verfügt über mehrere Produktionsstandorte, so z. B. in Deutschland, England, Brasilien, USA und China. Die in Nürtingen ansässige Heller Services GmbH ist eine 100-%-Tochter, mit den Schwerpunkten Services und Training. Zudem bestehen in allen für Heller relevanten Märkten Niederlassungen und Vertretungen.

Heller ist in Asien vertreten, beispielsweise durch das 2009 gegründete Technologiecenter und die 2010 gegründete Niederlassung im indischen Pune und Niederlassungen in Schanghai und Peking. Im Oktober 2013 fand die Eröffnung des fünften Produktionswerkes der Heller Gruppe im chinesischen Changzhou statt.

Zur Heller Gruppe gehören:

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 HELLER – Unternehmensprofil. HELLER, abgerufen am 26. März 2026.
  2. ↑ Heller vertieft die Kooperation mit IGH Infotec. In: werkstatt-betrieb.de, 7. März 2022
  3. ↑ Jahresbericht 2013 der Heller Group, S. 5.
  4. ↑ Global Player mit Stammsitz in Nürtingen wird 125. In: Stuttgarter Nachrichten. Abgerufen am 15. November 2022.
  5. ↑ Zivilarbeiter aus Frankreich | Gedenkinitiative für die Opfer und Leidtragenden des Nationalsozialismus in Nürtingen und Umgebung. Abgerufen am 2. Januar 2026.
    Anne Schaude: So genannte "Arbeitserziehungslager": „Wir bringen Sie dahin, wo Sie hingehören!“ In: Gedenkinitiative für die Opfer und Leidtragenden des Nationalsozialismus in Nürtingen, September 2015, abgerufen am 21. Oktober 2026.
  6. ↑ Maschinenfabrik Heller wird 125 Jahre alt. In: esslinger-zeitung.de, 25. Februar 2019
  7. ↑ Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
  8. ↑ DN Solutions. Abgerufen am 28. Januar 2026.
  9. ↑ Gebr Heller Maschinenfabrik GmbH: Übernahme des deutschen Werkzeugmaschinenherstellers HELLER durch DN Solutions abgeschlossen. 28. Januar 2026, abgerufen am 28. Januar 2026 (deutsch).
  10. ↑ o. V.: GEBR. HELLER MASCHINENFABRIK Mit neuer Struktur noch näher am Kunden. In: MM MaschinenMarkt Special Baden-Württemberg, 9. Juni 2008, S. 44.
  11. ↑ Jahresbericht 2013 der Heller Group, S. 9.
  12. ↑ Wenzler Unternehmen. Wenzler, abgerufen am 27. Oktober 2022.
  13. ↑ GSN – Wir über uns. GSN, abgerufen am 27. Oktober 2022.
  14. ↑ Heller Gruppe übernimmt Paatz ViernauIn: MaschinenMarkt, 6. Juni 2018