Geister (2026)

Film
Titel Geister
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch, Arabisch, Türkisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen
Stab
Regie Fatih Akin
Drehbuch
Produktion
Musik Malakoff Kowalski
Kamera Frank Griebe
Schnitt Andrew Bird
Besetzung

Geister (internationaler Titel Ghost Song) ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2026 mit Eren M. Güvercin und Mariam Dawoud. Regie führte Fatih Akin, der gemeinsam mit Ruth Toma das Drehbuch schrieb.

Handlung

Auf einer Abitur-Feier im Hamburger Fernsehturm lernen sich die beiden 20-Jährigen Farasha und Faris kennen. Sie verlieben sich ineinander und verabreden sich für den nächsten Tag.

Auf dem Nachhauseweg erleiden die beiden gemeinsam mit Farashas bester Freundin Una und Faris‘ Kumpel Max einen Autounfall und das Fahrzeug landet in der Elbe. Faris und die zwei Mitfahrer auf der Rückbank Una und Max überleben den Unfall, bei dem Farasha ums Leben kommt. Faris, der das Unfallfahrzeug gelenkt hat, erwacht am nächsten Tag im Krankenhaus, und fühlt sich für den Tod von Farasha verantwortlich.

Beim Begräbnis von Farasha erscheinen am Grab die Geister von Farasha und ihrem ebenfalls verstorbener Vater. Von ihm erfährt sie, dass sie 40 Tage Zeit hat, mit den Lebenden in Kontakt zu treten. Daraufhin erscheint sie Nacht für Nacht in Faris Träumen, wo die Liebesgeschichte zwischen dem Träumer und der Toten weitergeht. Allerdings rückt mit jeder gemeinsamen Nacht der Moment des endgültigen Abschieds näher.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden an 43 Drehtagen vom 31. Juli bis zum 6. Oktober 2025 in Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern statt. Arbeitstitel war Geister weinen nicht.

Produziert wurde der Film von Bombero International (Produzenten Fatih Akin und Herman Weigel) in Koproduktion mit Warner Bros. und Rialto Film, als Ko-Produzenten fungierten Steffen Schier, Margret Mackuth, Julia Hayungs, Felix Wendlandt und Laura Keller. Unterstützt wurde die Produktion vom Deutschen Filmförderfonds, der Filmförderungsanstalt, dem FilmFernsehFonds Bayern und der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

Die Kamera führte Frank Griebe, die Musik schrieb Malakoff Kowalski, die Montage verantwortete Andrew Bird und das Casting Monique Akin und Jacqueline Rietz. Das Kostümbild gestaltete Katrin Aschendorf, das Szenenbild Seth Turner, den Ton Joern Martens, Richard Borowski, Corinna Fleig, Tobias Fleig und das Maskenbild Anke Schiffl, Maike Heinlein und Richard Niermann.

Veröffentlichung

Premiere war am 18. September 2026 am Festival Internacional de Cine de San Sebastián, wo die Produktion als Eröffnungsfilm gezeigt wurde. Fatih Akin nahm damit erstmals mit einem Langfilm am Wettbewerb um die Goldene Muschel teil.

Die deutsche Erstaufführung folgte am 1. Oktober 2026 am Filmfest Hamburg in der Sektion Große Freiheit. Im Oktober 2026 wurde der Film am Internationalen Filmfestival von Rom in der Sektion Grand Public gezeigt.

Der Kinostart ist in Deutschland für den 5. November 2026 im Verleih von Warner Bros. vorgesehen.

Rezeption

Christoph Petersen bewertete die Produktion auf filmstarts.de mit 4,5 von 5 Sternen. So tragisch-schöne Liebesgeschichten seien viel zu selten. Erst recht mit zwei solchen Hammer-Newcomer-Entdeckungen wie Mariam Dawoud und Eren M. Güvercin.

Michael Kohl vergab auf film-rezensionen.de acht von zehn Punkten. Fatih Akin schaffe eine wunderbare Liebesgeschichte und verwebe sie in der zweiten Hälfte mit einer Geschichte rund um Trauerbewältigung. Das gelinge dank des Drehbuchs, Schauspiels, Kamera und Musik hervorragend, wobei der magisch-realistische Stil die soziale und politische Dimension der Figuren ein wenig in den Hintergrund dränge.

Antje Wessels bezeichnete den Film als ebenso ungewöhnlich wie ungemein berührend, der mit seiner wuchtigen Inszenierung, seinem Gespür für große Gefühle und einem Finale aufwarte, das man so schnell nicht vergessen werde. Sie kritisierte aber die mitunter noch unausgereiften Schauspielleistungen des jungen Hauptdarstellerduos.

Britta Schmeis (vier von fünf Sterne) dagegen lobte auf epd-film.de die grandiose Besetzung, der Film besteche auf allen Ebenen. Das Label Fantasy führe dabei allerdings auf eine völlig falsche Fährte und auch der Titel sei seltsam belanglos-nichtssagend.

Filmdienst.de (vier von fünf Sterne) befand, dass sich die Inszenierung an der Bildästhetik japanischer Zeichentrickfilme und Comics orientiere und so eine Brücke zwischen Arthouse, Anime und Genrefilm schlage.

Lars Meyer nannte den Film auf ndr.de ein modernes romantisches Märchen. Als Vorbild dränge sich vor allem Ghost – Nachricht von Sam auf. Fatih Akin gebe der Geschichte einen neuen Look, mit einem comic-haften Stil.

Auszeichnungen und Nominierungen

Festival Internacional de Cine de San Sebastián 2026

Filmfest Hamburg 2026

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Geister. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 285988; abgerufen am 3. November 2026).
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 Geister bei crew united, abgerufen am 3. November 2026.
  3. 1 2 3 4 5 Geister. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 3. November 2026.
  4. 1 2 3 Geister. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 3. November 2026.
  5. 1 2 Geister. In: wessels-filmkritik.com. 3. November 2026, abgerufen am 3. November 2026.
  6. 1 2 Geister. In: filmstarts.de. Abgerufen am 3. November 2026.
  7. 1 2 Christoph Petersen: Geister. In: filmstarts.de. Abgerufen am 3. November 2026.
  8. 1 2 Geister. In: filmfesthamburg.de. Abgerufen am 3. November 2026.
  9. 1 2 Jochen Müller: Weltpremiere: Fatih Akins „Geister“ eröffnet San Sebastian International Film Festival. In: the-spot-mediafilm.com. 19. August 2026, abgerufen am 3. November 2026.
  10. ↑ I titoli della Festa del Cinema 2026. In: romacinemafest.it. 25. September 2026, abgerufen am 3. November 2026 (italienisch).
  11. ↑ Michael Kohl: Geister (2026). In: film-rezensionen.de. 2. Oktober 2026, abgerufen am 3. November 2026.
  12. ↑ Britta Schmeis: Kritik zu Geister. In: epd-film.de. 30. Oktober 2026, abgerufen am 3. November 2026.
  13. ↑ Lars Meyer: Fatih Akins "Geister" ist ein modernes romantisches Märchen. In: ndr.de. 2. November 2026, abgerufen am 3. November 2026.
Weitere Filmlinks: