Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik an der Babeș-Bolyai-Universität Cluj war Georg Aescht als Deutschlehrer an der deutschen Abteilung eines Gymnasiums in Klausenburg tätig.
Als Student arbeitete er als Redakteur der deutschsprachigen Studentenzeitschrift Echinox.
Neben literaturkritischen Beiträgen in den deutschsprachigen Publikationen Echinox, Karpatenrundschau, Neue Literatur, Neuer Weg übersetzte er rumänische Autoren und arbeitete an den Gymnasiallehrbüchern für deutsche Literatur mit.
Nach der Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland 1984 war er Korrektor in einer Setzerei in Bonn. Seit 1991 ist Aescht Redakteur bei der „Stiftung Deutsche Kultur im östlichen Europa“ (ehemals: „Stiftung Ostdeutscher Kulturrat“) in Königswinter, wo er die „Kulturpolitische Korrespondenz“ redigiert. Seit 2014 ist er auch beim Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München als Redakteur tätig.
Seit 2016 ist er Vorsitzender des Kulturpreisgerichts, das jährlich den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis vergibt.
2019 war seine Übersetzung aus dem Rumänischen des Romans Der Wald der Gehenkten von Liviu Rebreanu für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
Herausgabe
Siebenbürgen erlesen. Reihe Europa erlesen. Wieser Verlag, Klagenfurt 1999.
Horst-Peter Depner: Auch ohne Zukunft ging es weiter. Erinnerungen. Südostdeutsches Kulturwerk, München 1998.
Zeidner Denkwürdigkeiten. Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde von Zeiden. Mit Udo Buhn, Peter Hedwig, Balduin Herter, Volkmar Kraus, Joseph Fr. Wiener, Rainer Lehni. Illertissen 1983–2018.
Übersetzung (Auswahl)
Ana Blandiana, Der Wille des Menschen ist antastbar. Von der Allgegenwart der Manipulation. Pop Verlag, Ludwigsburg 2024, ISBN 978-3-86356-411-7.
Jürgen Krätzer (Hrsg.): Die Entführung aus dem Serail. Rumänische Erzählungen aus dem letzten Jahrzehnt. In: die horen. 269. Ausgabe, Wallstein Verlag, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-3194-5.
Alexandru Macedonski, Voctor Papilian u. a. (Hrsg.): Der redende Goldstaub. Phantastisch-utopische Erzählungen. Verlag Volk und Welt, Berlin 1984.
Aecht auf TraLaLit. Plattform für übersetzte Literatur, 2019
Einzelnachweise
12pop-verlag.com, Pop-Verlag Ludwigsburg: Georg Aescht, abgerufen am 31. März 2019.
12ikgs.de, Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas: Georg Aescht, Kurzvita, abgerufen am 31. März 2019.
12preis-der-leipziger-buchmesse.de (Memento vom 10. Juni 2019 im Internet Archive), Preis der Leipziger Buchmesse 2019: „Georg Aescht: übersetzte aus dem Rumänischen: "Der Wald der Gehenkten" von Liviu Rebreanu“, abgerufen am 31. März 2019.
↑Disparates zusammenbringen und Demut lernen: Interview mit Georg Aescht. In: Siebenbürgische Zeitung. 12. März 2018. (siebenbuerger.de, abgerufen am 31. März 2019)