| Codlea Zeiden Feketehalom | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Historische Region: | Siebenbürgen | |||
| Kreis: | Brașov | |||
| Koordinaten: | 45° 42′ N, 25° 27′ O | |||
| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||
| Höhe: | 565 m | |||
| Fläche: | 125,2 km² | |||
| Einwohner: | 20.534 (1. Dezember 2021) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 164 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 505100 | |||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 68 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | BV | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024) | ||||
| Gemeindeart: | Munizipium | |||
| Bürgermeister : | Paul-Mihai Cîmpean (PSD) | |||
| Postanschrift: | Str. Lungă, nr. 33 loc. Codlea, jud. Brașov, RO–505100 | |||
| Website: | ||||

Codlea (deutsch Zeiden, siebenbürgisch-sächsisch Zäöeden, ungarisch Feketehalom) ist eine Stadt im Burzenland am Fuße des Zeidner Berges (Măgura Codlei, 1294 m) im Kreis Brașov in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Zeiden wurde vom Deutschen Orden im 13. Jahrhundert gegründet und wurde erstmals 1265 urkundlich erwähnt. Der Deutsche Orden verwaltete das Burzenland in den Zeit zwischen 1211 und 1225 (mehr dazu hier). Der Orden errichtete auf einer Bergkuppe unterhalb des Zeidner Bergs eine ihrer Ordensburgen, die Schwarzburg, die bis zur Zeit des Mongolensturms von 1325 bestanden blieb.
Bei der Besiedlung soll der Ort aus zwei Straßen bestanden haben; die Langgasse führte nach Norden, die Marktgasse nach Westen. Der Anfang beider Straßen bildete den Anger, den späteren Marktplatz. Die Anfänge des rumänischen Ortsteils reichen ebenfalls bis ins 13. Jahrhundert zurück. Dieses Viertel entstand südwestlich der sächsischen Siedlung und bildete sich als eigener Ortsteil mit Straßennetz aus; beide Ortsteile wuchsen aber allmählich zu einem Ort zusammen.
Die Haupttätigkeiten der Zeidner im Mittelalter bestanden aus Landwirtschaft, Viehhaltung und Forstwirtschaft. Die wirtschaftliche Stärke des Ortes waren der Getreide-, Flachs- und Gemüsebau. Intensiv wurde auch die Imkerei betrieben. Mit Beginn des 14. Jahrhunderts entwickelte sich das Handwerk mit den Zünften der Wagner, Schmiede, Fassküfer, Leinweber und Schuster.
Ende des 19. Jahrhunderts musste das Zunfthandwerk den ersten Industriebetrieben weichen. 1878 gründeten die Brüder Hornung eine Möbelfabrik, ein Jahr später Johann Horvath eine Werkzeugfabrik. 1896 entstanden die ersten Gewächshäuser, und 1903 wurde ein Elektrizitätswerk errichtet. Gefördert von den I.G. Farben, wurde 1936 die Chemiefabrik gegründet.
Durch die Flurbereinigung Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Voraussetzung für die Entwicklung einer modernen Landwirtschaft geschaffen. Während der Flachsanbau zurückging, weiteten sich der Gemüse- und Obstbau sowie der Blumenanbau aus.
Die Verstaatlichung in den Jahren 1945–1948 und die Deportation der arbeitsfähigen, überwiegend deutschsprachigen, Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg hemmten den wirtschaftlichen Aufschwung.
1950 wurde Codlea zur Stadt erklärt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren ca. 350 Zeidnerinnen und Zeidner in Deutschland und Österreich verblieben. Die ersten Zusammentreffen gab es in München, Offenbach am Main und Stuttgart, wo 1953 die „Zeidner Nachbarschaft“ gegründet wurde. 1954 wurde der erste „zeidner gruß“ der Zeidner Nachbarschaft herausgegeben. Es war somit weltweit das erste Heimatblatt einer siebenbürgisch-sächsischen Heimatortsgemeinschaft in Deutschland und wird seitdem fast jedes Jahr zweimal herausgegeben.
Die in Deutschland aus ehemaligen Bewohnern des Ortes bestehende Stiftung Zeiden unterstützt finanziell die Förderung der Jugend- und Altenhilfe und auch hilfsbedürftige Personen im Ort. Außerdem werden soziale, wirtschaftliche und kulturelle Projekte vor Ort unterstützt. Geplant ist auch die Archivierung der Pfarrakten.
| Volkszählung | Ethnie | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | Rumänen | Ungarn | Deutsche | Andere | |||
| 1850 | 3.807 | 795 | – | 2.698 | 314 | |||
| 1900 | 4.449 | 1.436 | 233 | 2.771 | 9 | |||
| 1930 | 5.354 | 2.007 | 175 | 3.110 | 62 | |||
| 1956 | 9.309 | 5.191 | 555 | 2.908 | 49 | |||
| 1977 | 22.449 | 17.579 | 1.232 | 3.402 | 236 | |||
| 1992 | 24.547 | 22.423 | 961 | 691 | 472 | |||
| 2002 | 24.286 | 22.518 | 917 | 367 | 484 | |||
| 2011 | 21.708 | 17.930 | 569 | 213 | 2.996 | |||
| 2021 | 20.534 | 15.779 | 334 | 116 | 4.305 (761 Roma) | |||
Seit der offiziellen Erhebung von 1850 wurde in Codlea die höchste Einwohnerzahl 1992 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Rumänen wurde 2002, der Deutschen und der Magyaren wurde 1977 und die der Roma (1121) 2011 registriert. Des Weiteren wurden bei fast jeder Aufnahme Ukrainer (höchste Einwohnerzahl 19 1930), Serben und Slowaken registriert.
2009 wurden noch 451 Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde gezählt (Siebenbürger Sachsen). Ende 2021 waren es 371.
Der Ort liegt an der Bahnstrecke Brașov–Făgăraș und durch den Ort führt die Europastraße 68. Diese ist zwischen Brașov (Kronstadt) und Codlea vierspurig ausgebaut (Fahrtrichtungen z. T. mit Betonschutzwänden getrennt). Auf halbem Weg liegt der Ort Ghimbav (Weidenbach). In nächster Zeit soll eine Autobahn von Rupea (Reps) kommend südlich am Ort vorbei Richtung Râșnov (Rosenau) und weiter nach Bukarest gebaut werden.
Seit 2018 besteht eine Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Remseck am Neckar.
Als erster Ort in Siebenbürgen präsentierte man im August 2004 für Zeiden eine komplette Bibliographie, die alle jemals über den Ort verfassten Bücher beinhaltet.