Georg Heinrich Masius

Georg Heinrich Masius (* 3. Dezember 1771 in Schwerin; † 24. August 1823 in Rostock) war ein deutscher Mediziner und Hochschullehrer.

Leben

Georg Heinrich Masius war ein Sohn des Schweriner herzoglichen Hofarztes und Hofrats Gustav Christian Masius (1737–1812) und dessen Frau Margarethe Elisabeth, geb. Loeper (1747–1793). Nach dem Besuch der Schweriner Domschule begann er 1789 zunächst ein Theologiestudium an der Universität Rostock. 1791 wechselte er zum Medizinstudium an die Universität Jena und später an die Universität Göttingen. Dort wurde er 1795 zum Doktor med. promoviert. In Jena wurde er Mitglied des Constantistenordens.

Masius begann seine berufliche Tätigkeit 1795 als praktischer Arzt in Schwerin, wechselte als praktischer Arzt und Hofarzt von 1796 bis 1802 nach Gnoien, wo er zudem ab 1797 die Funktion des Kreisphysikus für Laage, Sülze, Tessin und Gnoien innehatte. Von 1802 bis 1806 praktizierte er wieder in Schwerin.

1806 wurde er an der Rostocker Universität zum Professor der Medizin ernannt. Er besetzte nach dem Weggang von Adolf Friedrich Nolde (1764–1813) die dritte herzogliche Professur, die sich besonders mit dem Fach Gerichtliche Arzneikunde befasste. Daneben war er auch als Gerichtsarzt in Rostock und dem Umland tätig. Masius war fünfmal Dekan der Medizinischen Fakultät sowie 1811 und 1823 Rektor der Universität und verstarb in diesem Amt. Nachfolger in der Professur war Heinrich Spitta.

Masius wurde 1821 der Titel des Obermedizinalrates verliehen. Er war „verschiedener Gelehrtengesellschaften Mitglied“, u. a. der Correspondirenden Gesellschaft der Pharmacie und ärztlichen Naturkunde ordentl. Mitglied, der Naturforschenden Gesellschaft Göttingen und des Deutschen Ärztlichen Kunstvereins und zudem Herausgeber mehrerer Zeitschriften.

Georg Heinrich Masius heiratete am 10. September 1798 in Gnoien Sophie Katharina Elisabeth Hückstädt (1773–1829), Tochter des Gnoiener Ratsherrn und Stadtkämmerers Joachim Christoph Hückstädt.

Schriften (Auswahl)

Herausgeber von Zeitschriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Eintrag im Rostocker Matrikelportal
  2. 1 2 Carl Ludwig Fernow: „Rom ist eine Welt in sich.“ Briefe 1789–1808. Herausgegeben und kommentiert von Margrit Glaser und Harald Tausch. Wallstein, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1314-9, S. 11–12
  3. ↑ So beschrieben auf dem Titel: Mecklenburg-Schwerinische Medizinal-Gesetze. Rostock 1811.
  4. ↑ So beschrieben auf dem Titel: Untersuchungen und Beobachtungen … Leipzig 1803.
  5. ↑ Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 6386.
Personendaten
NAME Masius, Georg Heinrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Mediziner und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 3. Dezember 1771
GEBURTSORT Schwerin
STERBEDATUM 24. August 1823
STERBEORT Rostock