Pezold nahm 1884 in München ein Studium an der Kunstgewerbeschule auf, das er ab 1887 an der Akademie der Bildenden Künste fortsetzte und 1892 abschloss. Sein ganzes Leben als Künstler verbrachte Pezold im Münchner Stadtteil Bogenhausen. In der Möhlstraße 31 hatte er ab 1894 eine Ateliergemeinschaft mit dem Bildhauer und Musiker Heinrich Düll. 1896 erhielten Pezold und Düll, nachdem ein Wettbewerb keinen ersten Sieger hervorgebracht hatte, zusammen mit Max Heilmaier den Auftrag für ein Friedensdenkmal oberhalb der Prinzregententerrasse, das sie bis 1899 realisierten und das heute als Friedensengel bekannt ist. Gemeinsam fertigten sie unter anderem teilweise vergoldete Figuren für den Innenraum des Grossherzoglichen Hoftheater in Weimar.
Aus seiner 1902 geschlossenen ersten Ehe mit Magdalena Sporrer gingen eine Tochter und ein Sohn hervor. Nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1931 Katharina Schambeck; aus dieser Ehe entstammt ein weiterer Sohn.
Wolfsbrunnen (auch „Rotkäppchenbrunnen“, Kosttor, München, mit Düll), 1904, Bronze, Kalkstein und Granit
Fassadengestaltung und Giebelbekrönung Kaufhaus Oberpollinger (Neuhauserstr. 18, München, mit Düll), 1905
Oberpollinger und KARSTADT sports⊙48.13870311.567557Das Grab von Georg Pezold und seiner Ehefrau Magdalena geborene Sporrer auf dem Nordfriedhof (München)
Allegorien der Elemente und ornamentaler Schmuck (Max-Joseph-Brücke, München, mit weiteren Künstlern), 1906, Muschelkalk
Allegorie des Regierungsbezirks Rheinpfalz (Westfassade Neues Rathaus, Weinstraße, München), vor 1908
Statue Maximilians I. (Südfassade Neues Rathaus, Marienplatz 8, München), vor 1908
Aufsteigendes Pferd mit Reiter (Ballin-Haus, Promenadeplatz 9, München, mit Düll), 1910, Bronze
Obelisk zu Ehren Prinzregent Luitpolds (Luitpoldpark München, mit Düll), 1910–1911, unterfränkischer Muschelkalk, Bronze
Reliefbogen mit Agnus Dei am Eingang zur Pfarrkirche Heilig Blut (Scheinerstraße, München-Bogenhausen), 1934
Literatur
Willibald Karl: Die Möhlstraße, Keine Straße wie jede andere. Münchenverlag, München 2002, ISBN 978-3-927984-75-2
Michaela März-Lehmann:Portrait des Bildhauers und Künstlers Georg Pezold. Erbauer des Friedensengels und Gestalter des Reliefbogens über der Eingangstüre von Heilig Blut. In: Pfarrbrief St. Georg Bogenhausen. München (erzbistum-muenchen.de[PDF; 500kB; abgerufen am 25.Juli 2012]).
Alexander Heilmeyer:Werkstattkönnen in der Kunst. Eine Betrachtung zum 60. Geburtstag Georg Pezolds. In: Bayerischer Kunstgewerbeverein (Hrsg.): Kunst und Handwerk. Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851. Jahrgang 1926, 2. Heft. Bayerischer Kunstgewerbeverein, München April 1926, S.21 (uni-heidelberg.de[abgerufen am 9.April 2013]).
↑Josef Hugo Biller und Hans-Peter Rasp:München Kunst und Kultur. Stadtführer und Handbuch. 15. Auflage. Ludwig, München 2003, ISBN 3-7787-5125-5, S.144.
↑Hermann Muthesius:Villa Lindenhof. Mit einleitendem Text von Hermann Muthesius. In: Das moderne Landhaus, und seine innere Ausstattung … F. Bruckmann A.-G., München 1905, S.29–30 (Textarchiv– Internet Archive– Mit Abbildung).
↑Statues – hither & dither.Aufsteigendes Pferd mit Reiter.René und Peter van der Krogt,abgerufen am 10.August 2012.