George Morin (* 1. Oktober 1831 in Neustift bei Freising, Oberbayern; † 18. Juni 1918 in München-Haidhausen) war ein deutscher Publizist, Journalist und Dichter.
George Morin wurde 1831 als Sohn eines Wachtmeisters des 2. Bayerischen Kürassier-Regiments in Neustift bei Freising geboren. Er besuchte die Elementarschule in Freising sowie, bedingt durch dienstliche Versetzungen des Vaters, die Lateinschulen in Landshut und München. Schließlich wurde der Vater in der Funktion eines Zolleinnehmers nach Germersheim in die bayerische Pfalz versetzt.
Als junger Mann machte Morin die Bekanntschaft mit Ludwig Uhland, der ihn seinerseits an den Arzt und Schriftsteller Justinus Kerner in Weinsberg empfahl. Zum Broterwerb übernahm er zunächst eine Funktionsstelle bei der Regierung von Niederbayern in Landshut, wechselte 1864 als Redakteur nach Straubing und ging schließlich nach München. Hier gab er das politisch-literarische Wochenblatt Germania heraus und war bis Mai 1875 Redakteur des deutsch-nationalliberalen Bayrischen Landboten. Gleichzeitig war er freier Mitarbeiter einer deutschen Zeitung in London und nordamerikanischer Journale, darunter der deutschsprachigen New Yorker Abend-Zeitung. Die kulturhistorischen Artikel über München und Bayern, die er für diese Blätter lieferte, fanden das wohlwollende Interesse König Ludwigs II. von Bayern.
1875 war er als Redakteur der Passauer Zeitung, ab 1884 wieder des Bayrischen Landboten in München tätig. Morin hielt Vorträge und veröffentlichte eigene Gedichte und Erzählungen, biographische Essays, historische Betrachtungen, Beiträge zu Reiseführern sowie Texte zu einem Festspiel und einem 1871 in München aufgeführten Einakter. Verheiratet war Morin ab 1859 mit Elise Braunhofer († 1889). Der gemeinsame Sohn Heinrich Morin wirkte als Studienprofessor in München und betätigte sich u. a. als Illustrator naturwissenschaftlicher Veröffentlichungen, darunter zu einer Naturkunde für Mittelschulen (1891), Brehms Tierleben (ab 1892) und den Heilpflanzen- und Kräuterbüchern von Heinrich Marzell (1924, 1935).
Morin war Inhaber der Ludwigsmedaille, der großen goldenen Medaille von König Oskar II. von Schweden und weiterer Auszeichnungen durch Königin Josefine von Schweden und von Herzog Max in Bayern.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Morin, George |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Publizist, Journalist und Dichter |
| GEBURTSDATUM | 1. Oktober 1831 |
| GEBURTSORT | Neustift bei Freising |
| STERBEDATUM | 18. Juni 1918 |
| STERBEORT | München-Haidhausen |