Gerardo Varela

Gerardo Victorino Varela Alfonso (* 15. Juni 1963) ist ein chilenischer Rechtsanwalt und ehemaliger Politiker. Vom 11. März bis zum 9. August 2018 war er während der zweiten Regierung von Präsident Sebastián Piñera Bildungsminister Chiles.

Mütterlicherseits ist Varela ein Enkel von Pedro Enrique Alfonso, der Minister war und als Präsidentschaftskandidat der Radikalen Partei antrat.

Varela ist gemeinsam mit Pepe Auth Diskussionsteilnehmer bei El Líbero.

Biografie

Varela absolvierte seine Schulbildung am Saint George’s College in Santiago. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften an der Universidad de Chile. 1990 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. Seitdem war er für die Rechtsanwaltskanzlei Cariola, Diez, Pérez-Cotapos & Cía. tätig, deren Partner er 1996 wurde.

Er ist mit Elena Barros verheiratet. Das Paar hat vier Kinder: Elena, Gerardo, Lucas und Sara.

Politische Laufbahn

Varela war Mitglied der Leitungsgremien der Fundación para el Progreso, der zum Hogar de Cristo gehörenden Fundación Emplea, von EducaUC und des Observatorio Judicial. 2010 übernahm er den Vorsitz des Unternehmens Soprole.

Präsident Sebastián Piñera ernannte Varela während seiner zweiten Regierung zum Bildungsminister. Er trat das Amt am 11. März 2018 an.

Am 9. August 2018 wurde bekannt gegeben, dass Varela aus dem Amt ausscheiden werde. Die Ablösung erfolgte noch am selben Tag; seine Nachfolgerin wurde Marcela Cubillos.

Die Kabinettsumbildung erfolgte wenige Tage nachdem Piñera mit Bezug auf Kontroversen um Äußerungen Varelas erklärt hatte, die Regierung werde nicht „wegen eines Wortes mehr oder weniger“ das Kabinett umbilden.

2019 wurde gegen fünf Direktoren von Prolesur, darunter Varela, Strafanzeige erstattet. Gegenstand der Anzeige war der Vorwurf einer unrechtmäßigen Abschreibung einer Forderung gegenüber dem Schwesterunternehmen Soprole.

Das Verfahren wurde später eingestellt, nachdem kein strafbares Verhalten festgestellt worden war. Bereits am 2. Dezember 2019 war das Verfahren gegen die Direktoren endgültig beendet worden; die zuständige Richterin erklärte, es seien keine Anhaltspunkte für eine Straftat erkennbar.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Las „Varelicosas“ le pasaron la cuenta: Ministro Varela deja la cartera de Educación. La Tercera, 9. August 2018, abgerufen am 20. Juni 2021 (spanisch).
  2. ↑ Reinauguran el busto de Pedro Enrique Alfonso en la Alameda de Ovalle. El Observatodo, 23. April 2018, abgerufen am 15. November 2018 (spanisch).
  3. ↑ Pepe Auth: „El concepto de gobierno de emergencia ya no es retórico, es concreto y real“ – Política para adultos, El Líbero. El Líbero, 19. Januar 2026, abgerufen am 12. Februar 2026 (spanisch).
  4. ↑ Los nuevos rostros del Mineduc. Revista de Educación, 12. März 2018, abgerufen am 15. November 2018 (spanisch).
  5. ↑ Declaraciones de Gerardo Victorino Varela Alfonso. InfoProbidad, abgerufen am 15. November 2018 (spanisch).
  6. ↑ Curriculum express de los ministros nominados por el presidente electo. Indigo Comunicaciones, 24. Januar 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juli 2018; abgerufen am 23. Juli 2018 (spanisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. ↑ Gerardo Varela: las redes empresariales del guardián del liberalismo que llega a Educación. CIPER Chile, 24. Januar 2018, abgerufen am 23. Juli 2018 (spanisch).
  8. ↑ Gerardo Varela deja el ministerio de Educación y Marcela Cubillos asumirá en su reemplazo. La Tercera, 9. August 2018, abgerufen am 9. August 2018 (spanisch).
  9. ↑ Gerardo Varela deja el ministerio de Educación. Radio Agricultura, 9. August 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2018; abgerufen am 9. August 2018 (spanisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. ↑ Presidente Piñera: „No vamos a hacer un cambio de gabinete por una palabra más o menos“. La Tercera, 29. Juli 2018, abgerufen am 9. August 2018 (spanisch).
  11. ↑ Piñera: „No vamos a hacer un cambio de gabinete por una palabra más o menos“. La Nación, 30. Juli 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2018; abgerufen am 9. August 2018 (spanisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. ↑ Piñera blindó a Varela y a Valente: „No vamos a cambiar el gabinete por que haya una palabra más o menos“. CNN Chile, abgerufen am 9. August 2018 (spanisch).
  13. ↑ Campeón de la leche: querellan a Gerardo Varela por „administración desleal“ con activos de Prolesur. BioBioChile, 4. Februar 2019, abgerufen am 4. Februar 2019 (spanisch).
  14. ↑ Fundación Isabel Aninat desiste de querella contra Varela y directores de Prolesur. La Tercera, 3. November 2022, abgerufen am 3. November 2022 (spanisch).
  15. ↑ Caso Prolesur se cierra y jueza dice que „no se vislumbra que haya algún ilícito“. Diario Financiero, abgerufen am 3. November 2022 (spanisch).
Personendaten
NAME Varela, Gerardo
ALTERNATIVNAMEN Varela Alfonso, Gerardo Victorino
KURZBESCHREIBUNG chilenischer Rechtsanwalt und Politiker
GEBURTSDATUM 15. Juni 1963