Gerhard Eickmeier (* 9. Mai 1931 in Eidinghausen; † 5. Juni 2024) war ein deutscher Jurist und Politiker (SPD). Vn 1968 bis 1984 war Oberstadtdirektor von Wilhelmshaven.
Der als Sohn von Minna Eickmeier, geborene Schürmann, und des Kaufmanns Gustav Eickmann geborene Eidinghausener Gerhard Eickmeier studierte von 1952 bis 1955 in Heidelberg, Berlin (Freier Universität Berlin) und Kiel Rechts- und Staatswissenschaften. Die Große juristische Staatsprüfung absolvierte er erfolgreich in Düsseldorf. 1963 wurde er mit der Dissertationsschrift Das Strafverfahrensrecht in Dithmarschen von 1447 bis 1559 zum Dr. jur. promoviert. Anschließend trat er eine Stelle in der Direktion des hessischen Finanzministeriums in Wiesbaden an. Von dort wechselte er in die Kreisverwaltung der Stadt Gießen, wo er unter anderem für Regionalplanung und Industrieansiedlung im Landkreis Gießen zuständig war. 1960 wurde er Mitglied der SPD. Von 1960 bis 1965 war er Kreisrechts- und -oberrat im Landkreis Gießen, von 1965 bis 1966 Regieriungsdirektor im hessischen Finanzministerium und von 1966 bis 1968 Stadtrat in Gießen. Das Angebot, als Oberstadtdirektor nach Wilhelmshaven zu gehen, nahm er 1968 an. Er erwirkte den freiwilligen Zusammenschluss der ehemals selbstständigen friesländischen Gemeinde Sengwarden mit Wilhelmshaven.
Umstritten waren die Umstände der Übernahme des bundeseigenen Hafens – von „Jahrhundertvertrag“, aber auch von „Hafenmafia“ war die Rede. Dieser Aspekt sowie eine verfehlte Industrieansiedlungspolitik, das „Verscherbeln von kommunalen Einrichtungen“, die Umlenkung von öffentlichen Baumaßnahmen für die Neuanlage eines Golfplatzes oder das Betreiben seines Fliegerhobbys auf Steuerzahlerkosten führten 1983 zu staatsanwaltlichen Ermittlungen und im März 1984 zur Abberufung durch den Rat der Stadt Wilhelmshaven wegen „Fortfalls des Vertrauensverhältnisses“. Die Süddeutsche Zeitung vom 20. Oktober 1995 nannte „Verfilzung“ als Abberufungsgrund.
Im Jahr 1986 erhielt Eickmeier seine Zulassung als Rechtsanwalt und gründete eine Kanzlei. Der Vater dreier Söhne war acht Jahre lang Vorsitzender des Stadtsportbundes (SSB).
Gerhard Eickmeier war evangelisch, ab 1958 verheiratet mit Annemarie Eickmeier, geborener Bohlender, und hatte die drei Söhne Lars, Frank und Jens.
| Personendaten | |
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| NAME | Eickmeier, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist |
| GEBURTSDATUM | 9. Mai 1931 |
| GEBURTSORT | Eidinghausen |
| STERBEDATUM | 5. Juni 2024 |