Gerhard Liebers

Gerhard Liebers (* 23. Mai 1914 in Radebeul in Sachsen; † 5. Juni 2000) war ein deutscher Bibliothekar.

Leben

Gerhard Liebers, Sohn von Elese Liebers, geborene Schneider, und des Lehrers Alfred Liebers, besuchte das Königin-Carola-Gymnasium in Leipzig, wo er an der Universität Leipzig Klassische Philologie, Germanistik und Philosophie studierte und 1939 zum Doktor der Philosophie promoviert wurde. Als Bibliotheksreferendar trat er 1942 in den Dienst der Deutschen Bücherei in Leipzig. 1948 wurde er Mitarbeiter (Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter) der Murhardschen Bibliothek in Kassel. Die Fachprüfung für den höheren Bibliotheksdienst erfolgte 1949. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (ab 1952 als kommissarischer Leiter Bibliotheksrat, ab 1958 Oberbibliotheksrat und stellvertretender Direktor) wechselte er 1963 als Direktor an die Universitätsbibliothek Münster, wo er 1968 Honorarprofessor für Bibliothekswissenschaft wurde und die er bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1979 als Direktor leitete. In seine Dienstzeit fiel die Planung des Neubaus der Universitätsbibliothek Münster, der 1973 eröffnet wurde. Bekannt wurde Liebers vor allem als Experte für Bibliotheksorganisation und den Bibliotheksbau. 1964 wurde er Vorsitzender des Vereins Deutscher Bibliothekare. Gerhard Liebers war evangelisch, seit 1946 mit Ilsemarie Liebers, geborene Friese, verheiratet und hatte zwei Kinder (Gudrun und Margret).

Schriften (Auswahl)

Literatur