Gerhard Olbrich (* 28. Oktober 1927 in Berlin; † 13. Juni 2010 in Bremerhaven) war ein deutscher Maler, Bildhauer und Pädagoge.
Gerhard Olbrich war der Sohn eines Kaufmanns; seine Mutter verstarb, als er 23 Jahre alt war. Er studierte Kunst und Grafik in Ost-Berlin, u. a. als Schüler des Schweizer Meisters Willy Fries. Danach unternahm er per Fahrrad eine Studienreise nach Italien, davon zeugen zahlreiche seiner Bilder. Olbrich absolvierte keine Bildhauer-Ausbildung. Er arbeitete in Ostberlin als freischaffender Künstler und war 1952 in Bautzen, Görlitz und Zittau mit drei Arbeiten, darunter zwei Glasfenster, auf der Ausstellung „Berliner Künstler“ vertreten. Nach dem Mauerbau 1961 flüchtete er nach Westdeutschland und wohnte seitdem in Bremerhaven. Er arbeitete von 1975 bis 1993 als Lehrer für künstlerisches Zeichnen und Werken am Gymnasium in Langen bei Bremerhaven.
Als Künstler beschäftigte er sich mit vielen Themen, Materialien und Techniken der Malerei, Grafik, Kalligraphie, Kupfertreib- und Emaillearbeiten. Er schuf Mosaike, Reliefs, Glasfenster und sakrale Gegenstände, sowie später Skulpturen und Bronzefiguren. Er war Bühnendekorateur, Buchillustrator, Kirchenmaler und Bildhauer aus eigenem Antrieb. Bekannt wurde er mit der Gestaltung von Kirchenfenstern in Meiningen, Berlin, Niemegk, Mittenwalde, Wandlitz, Wünsdorf und Minseln bei Lörrach sowie mit den Skulpturen in Bremerhaven.
Er wirkte längere Zeit im Vorstand des Theater-Fördervereins Bremerhaven. Er war verheiratet mit der Sängerin und Pianistin Ilse-Marie Olbrich. Der Sohn ist Kardiologe in Langen (Hessen). Die Tochter ist Pianistin an der Universität Augsburg.



| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Olbrich, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pädagoge, Maler und Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 28. Oktober 1927 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 13. Juni 2010 |
| STERBEORT | Bremerhaven |